Berliner Wahlen und Landtagswahlen im Herbst: TBB wirbt für demokratische Beteiligung


Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) wird – wie bereits bei vergangenen Wahlen – auch rund um die Berliner Wahlen 2026 mit vielfältigen Aktivitäten für eine hohe Wahlbeteiligung werben.

Am 20. September 2026 finden die Wahlen zum 20. Berliner Abgeordnetenhaus sowie zu den zwölf Bezirksverordnetenversammlungen statt. Mit dem Beginn des Wahlkampfs ruft der TBB insbesondere angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Berlin und der Bundesrepublik dazu auf, das demokratische Wahlrecht wahrzunehmen.

Der TBB wird erneut eine breit angelegte Kampagne zur Erhöhung der Wahlbeteiligung durchführen, insbesondere mit Blick auf Menschen mit Migrationsgeschichte.

„Wir werden wieder mit unseren Postkarten in Berlin unterwegs sein, das Gespräch mit den Berliner*innen suchen, über die bevorstehenden Wahlen informieren und dazu motivieren, ihr Wahlrecht wahrzunehmen und demokratisch zu wählen – auch dann, wenn sie mit der Politik der demokratischen Parteien derzeit nicht zufrieden sind“, erklärt Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Darüber hinaus hat der TBB erneut Wahlprüfsteine zu Themen erarbeitet, die für migrantische Communities von besonderer Bedeutung sind, und diese an die zur Wahl antretenden Parteien versandt. Die eingehenden Antworten werden der Öffentlichkeit transparent und ohne Wahlempfehlung zugänglich gemacht.

Gemeinsam mit der Alevitischen Gemeinde zu Berlin veranstaltet der TBB am 31. August 2026 in deren Räumlichkeiten eine Podiumsdiskussion mit den Spitzenkandidat*innen der Parteien. Ergänzend werden bei Mitgliedsorganisationen des TBB sowie in weiteren migrantischen Communities Informationsveranstaltungen zu den Berliner Wahlen angeboten.

Auch die weiteren Wahlen im Herbst verfolgt der TBB mit großer Aufmerksamkeit:

  • 6. September 2026: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
  • 13. September 2026: Kommunalwahlen in Niedersachsen (Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte, Ortsräte sowie die Regionsversammlung Hannover)
  • 20. September 2026: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

„Mit großer Sorge beobachten wir insbesondere die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine Regierungsbeteiligung der als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD ab. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD als Verdachtsfall eingestuft ist, liegt sie in aktuellen Umfragen vorn – möglicherweise gerade deswegen“, so Demir.

Ein Blick in die Wahlprogramme der AfD zeige, dass die Partei grundlegende demokratische Prinzipien infrage stelle und das bestehende demokratische System abschaffen wolle.

Abschließend appelliert der TBB: „Wir rufen alle demokratischen Kräfte in diesen Ländern dazu auf, sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus einzusetzen und eine Regierungsbeteiligung rechtsextremer Kräfte zu verhindern. Demokratie lebt vom Engagement ihrer Bürger*innen – und von einer hohen Wahlbeteiligung.“