KoPa: Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation

Über KoPa

KoPa ist das Berliner Netzwerk für Kooperation und Partizipation. Unser Ziel ist die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe vonMenschen mit eigener und/oder familiärer Migrations- und/oder Fluchtgeschigte an der Berliner Stadtgesellschaft.

Dazu bieten wir Informationen, Vernetzung, Beratung und Hilfe für Einzelpersonen und Migrant:innenorganisationen an. Seit Anfang 2025 ist KoPa gefördert im Strukturfonds der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Wir sind Teil des Kompetzenznetz Migrationsgesellschaft. Darin verstehen wir uns zum einen als Ansprechperson für etablierte und neue Migrant:innenorganisationen, Initiativen und Vereine, zum anderen als Scharnier und Brückenbauer:innen zwischen der migrantischen Zivilgesellschaft und der Berliner Verwaltung.

Über unsere konkreten Angebote informieren die anderen Reiter oben auf dieser Seite. Für Fragen zum Projekt schreiben Sie uns gerne an unter kopa@tbb-berlin.de.

Beratungen

KoPa bietet seit vielen Jahren für Einzelpersonen allgemeine Beratungen und zum Teil auch Rechtsberatungen zu unterschiedlichen Themen an. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir damit weder den gesamten Beratungsbedarf in den angebotenen Themenfeldern abdecken können, noch zu anderen Themenfeldern beraten können. Das volle Beratungsangebot des TBB finden Sie auf unserer Seite „Beratungsangebote„, auch auf Englisch und Türkisch.

Außerdem finden Sie unter dem Reiter „KoPa im KompNetz“ informationen zu unseren Beratungsleistungen für Migrant:innenorganisationen, Vereine und Initiativen.

Hier eine Übersicht der aktuellen Beratungsangebote für Einzelpersonen im Projekt KoPa:

Beratung zu Visa, Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsangelegenheiten

Die allgemeine Beratung wird von Jurist Taylan Yıldız wird angeboten wie folgt:

Persönliche Beratung

Montag 15:00 – 18:00 Uhr nach Terminvereinbarung

Einen Termin können Sie am jeweiligen Beratungstag ab 10:00 Uhr und 11:00 Uhr ausschließlich telefonisch unter der Telefonnummer 030/6232624 vereinbaren.

Die Plätze zur persönlichen Beratung sind begrenzt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir den hohen Bedarf nicht voll abdecken können und im Rahmen des Angebots keinesfalls zu anderen Themen beraten können.

Telefonische Beratung (Telefonnummer: 030/ 62 43 120)

Mittwoch 10:00 – 13:00 Uhr. Zur telefonischen Beratung ist keine Terminabsprache nötig.

Bitte beachten Sie, dass das Anrufaufkommen oft hoch ist, und Sie womöglich nicht sofort verbunden werden können. Aus technischen Gründen werden Sie auch bei belegter Leitung ein Freizeichen hören. Wenn Ihr Anruf nach einigen Klingeltönen nicht beantwortet wird, ist die Leitung besetzt. Bitte rufen Sie in diesem Fall erneut an.

Beratung zu sozial- und medizinrechtlichen Fragen

Rechtsanwalt Patrick R. Körnig berät zu den Rechtsbereichen Sozialrecht (Rente, Pflege, Schwerbehinderung, Hartz IV, Krankenkasse, Unfälle, Berufskrankheiten, Sozialhilfe) und Medizinrecht.

Seine offenen telefonischen Beratungszeiten beim TBB sind wöchentlich mittwochs von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Sie erreichen Herrn Körnig ausschließlich zu diesen Zeiten unter der Nummer 030/61305327.

Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen

RA Jörg Schindler bietet wöchentlich eine offene Telefonsprechstunde für arbeitsrechtliche Erstberatungen an:

Montags von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr unter 030 – 61 30 53 27 

Wir bitten um Verständnis, dass eine umfassende, langfristige Beratung oder anwaltliche Vertretung im Rahmen des Angebotes nicht erfolgen kann.
Bitte halten Sie relevante Unterlagen im Zweifelsfall in gescannter Form bereit, sodass Sie diese auf Anfrage elektronisch übermitteln können. Die Beratung erfolgt auf Deutsch.

 Beachten Sie bitte, dass Ihr Anruf weitergeleitet wird. Daher werden Sie auch bei besetzter Leitung ein Freizeichen hören. Sollte sich nach kurzem Klingeln niemand melden, rufen Sie bitte erneut an.

KoPa im KompNetz

Der TBB ist mit dem Projekt KoPa Partner im Kompetenznetzwerk Migrationsgesellschaft Berlin. In diesem Rahmen bieten wir verschiedenen Qualifizierungs-, Professionalisierungs- und Vernetzungsangebote für zivilgesellschaftliche migrantische Organisationen und Initiativen an. Dazu zählen derzeit:

Freie Beratung für migrantische Organisationen und Initiativen

Wir beraten im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne zu Fragen der Organisationsentwicklung, Professionalisierung, dem Umgang mit Zuwendungen, Antragsstellungen und Interessensbekundungsverfahren, der Vernetzung mit anderen Akteuren und zur Entwicklung, Schärfung und Umsetzung von Zielen.

Gerne nennen wir auch bei Anfragen, die wir nicht hinlänglich beantworten können, auch geeignete Anprechpartner:innen und Angebote anderer Träger im KompNetz MO.

Um eine Beratung zu erhalten schicken Sie uns bitte eine kurze Mail mit einer möglichst konkreten Beschreibung Ihres Bedarfs an kopa@tbb-berlin.de. Unsere Beratungen sind selbstverständlich kostenlos. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen nur im Rahmen unserer Kapazitäten Beratungstermine anbieten können und wir keine Rechtsberatungen im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes geben.

Austauschforen

Austauschforen sind von KoPa organisierte Treffen von MOs zu vorab gesetzten Themen. Die Themenauswahl speißt sich dabei aus Anfragen von MOs an uns sowie aus den Erkenntnissen vorangegangener Jahre. Bei Bedarf laden wir externe Referent:innen für ein Input und für die Klärung von Fachfragen ein. Im Vordergrund steht aber der kollegiale peer-to-peer-Austausch zwischen Vertreter:innen verschiedener MOs und damit das Lernen voneinander sowie die Zusammenarbeit und die Entwicklung von Synergien.

Das Angebot richtet sich an Vertreter:innen von migrantischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen sowie an im jeweiligen Bereich engagierte Einzelpersonen mit eigener und / oder familiärer Migrations- / Fluchtgeschichte bzw. Erfahrungen migrantisierender oder rassistischer Zuschreibung.

Für 2026 sind mindestens vier Austauschforen geplant, deren Termine wir hier bekannt geben werden. Um per Mail über Austauschforen und andere Projektaktivitäten informiert zu sein, melden Sie sich bitte für unseren Mailverteiler an. Schreiben Sie dazu eine kurze Mail mit Angabe Ihres Namens Ihrer Organisation und Ihrer Kontaktdaten an kopa@tbb-berlin.de

AGORA-Treffen

Die vielfältigen Expertisen der Berliner MOs und ihr Einsatz für Menschen in Berlin gehen weit über die Vertretung von Eigeninteressen und den Einsatz für allgemeineTeilhabe hinaus. Dennoch werden sie jenseits der jeweiligen „Integrationsverwaltung“ als aktiv Gestaltende selten wahrgenommen.

Die seit 2025 stattfindenden AGORA-Treffen sind ein Brückenschlag zwischen migrantischer Zivilgesellschaft und Berliner Fachverwaltungen in verschiedenen Handlungsfeldern. Hier werden Bedarfe, Zielgruppenzugänge und Möglichkeiten der zielführenden Zusammenarbeit diskutiert, während sich die Akteur:innen kennenlernen und das gemeinsame Engagement für die Stadtgesellschaft entwickeln.

Über bereits geplante AGORA-Treffen informieren wir beizeiten auf dieser Seite oder auf Anfrage an: kopa@tbb-berlin.de

Der Maßnahmentitel AGORA bezieht sich zum einen auf die attische Agora als Ort des politischen und gesellschaftlichen Austauschs, ist aber auch eine Abkürzung für „Austausch zur gemeinwohlorientierten Ressourcennutzung und Arbeitsplanung“.

Berliner Landeskonferenz der Migrant:innenorganisationen (LKMO)

Das Berliner Zentrum für Kooperation & Partizipation richtet federführend aber gemeinsam mit anderen Berliner Migrant:innenorganisationen seit 2019 die jährliche Landeskonferenz der Migrant:innenorganisationen (LKMO)aus.

Die LKMO ist ein zentrales Netzwerk-Event für migrantische Organisationen und Initiativen der Berliner Zivilgesellschaft und adressiert sowohl etablierte, professionelle Träger als auch kleine oder neue Zusammenschlüsse und Vereine, die mit Mitstreiter:innen in Kontaktkommen, sich austauschen und in der Berliner MO-Landschaft sichtbar werden möchten.

Die Konferenz dient der Identifizierung und Entwicklung gemeinsamer Ziele zwischen MOs einerseits und andererseits dem Dialog mit der Berliner Politik und Verwaltung sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur:innen. Die seit 2019 stattfindende Veranstaltung ist daher stets in einen geschlossenen Teil, der sich exklusiv an MOs richtet, und einen fachöffentlichen Teil zum Austausch mit anderen Akteur:innen gegliedert.

Im fortlaufenden Austauch mit anderen MOs sowie der Verwaltung entwickeln wir die LKMO stetig weiter. 2024 haben wir erstmals den geschlossenen MO-Teil als ganztägiges Barcamp gestaltet. Aufgrund der hohen Resonanz ist dies auch für dieses Jahr geplant. Der fachöffentliche Teil findet später im Jahr unter Einbeziehung von Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und witerer Zivilgesellschaft als separater Fachtag mit vorbereiteten Themenvorträgen statt.

Aktuelle Informationen zur LKMO 2026 finden Sie auf dem Reiter „Landeskonferenz“ weiter oben auf dieser Seite.

Wenn Sie sich als Berliner MO für die Planung und Gestaltung oder für die Teilnahme an der LKMO interessieren, so schreiben Sie uns gerne an lkmo@tbb-berlin.de.


Informationen zu abgeschlossenen Konferenzen finden Sie hier:

LKMO 2025

LKMO 2024 – Mehr als Vielfalt: Kompetenzen, Inhalte, Visionen

LKMO 2023 – Zwischen „Leuchtturmprojekten“ und Krisen – die Wirkung der MOs für Berlin

Alle Fragen zu unseren jeweiligen Angeboten richten Sie gerne an: kopa@tbb-berlin.de


Unsere Partner im Kompetenznetz Migrationsgesellschaft sind:

Club Dialog e.V.

Migrationsrat Berlin e.V.

Verein Interkulturelle Arbeit e.V.

Landeskonferenz

Das Berliner Zentrum für Kooperation & Partizipation richtet federführend – aber gemeinsam mit anderen Berliner Migrant:innenorganisationen – seit 2019 die jährliche Landeskonferenz der Migrant:innenorganisationen (LKMO) aus.

Die Konferenz dient der Identifizierung und Entwicklung gemeinsamer Ziele zwischen Migrant:innenorganisationen (MO) einerseits und andererseits dem Dialog mit der Berliner Politik und Verwaltung sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur:innen. Auch dieses Jahr ist sie daher in einen geschlossenen Teil und einen fachöffentlichen Teil gegliedert.

Der geschlossene Teil ist immer ausschließlich gemeinnützigen zivilgesellschaftlichen Migrant:innenorganisationen zugänglich und wird wie in den vorangegangenen Jahren auch 2026 als Barcamp gestaltet.

Das LKMO-Barcamp 2026 findet am 26.06.2026 im Haus der Demokratie und Menschenrechte statt.

Der LKMO-Dialogtag 2026 als fachöffentlicher Teil der Konferenz wird zum Jahresende als separate Veranstaltung unter Beteiligung von Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und erweiterter Zivilgesellschaft ausgerichtet. Informationen hierzu folgen beizeiten.


Weitere Informationen für zu Barcamp und Planung für interessierte MO-Vertreter:innen

Planung 2026

Die LKMO ist ein partizipatives Format. Das zählt nicht nur für die Veranstaltungen selbst, sondern auch für die Planung. Vertreter:innen von MOs, die sich daran beteiligen wollen, das Format zu gestalten, sind herzlich eingeladen, sich in den Planungsrunden einzubringen. Auch wenn Ihr mit der LKMO oder anderen MOs bislang noch keine Berührungspunkte hattet oder erstmal nur reinschnuppern möchtet, freuen wir uns auf Eure Perspektiven!

Wir kündigen die Planungstreffen immer über unserren Mailverteiler an. Wenn ihr von dort noch keine Mails bekommen habt, aber interessiert seid, meldet Euch gerne und gebt uns Bescheid, dass Ihr in den Verteiler aufgenommen werden möchtet: lkmo@tbb-berliln.de

Infos zu Format und Ablauf

Was ist ein Barcamp?

Ein Barcamp ist eine informelle, partizipative Veranstaltung ohne feste Agenda, die die Zusammenarbeit und das Lernen der Teilnehmenden fördert.

Die Teilnehmende tragen die Verantwortung, den gemeinsamen Tag zu gestalten und bringen ihre individuellen Themen und Kompetenzen ein.

Wie läuft unser Barcamp ab?

Das LKMO-Barcamp 2026 besteht aus vier Teilen:

1. Eröffnungsrunde: Begrüßung aller Teilnehmenden, Klärung des Rahmens und Ablaufs

2. Session-Planung: Alle Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Sessions vorzuschlagen. Die Teilnehmende stimmen darüber ab, ob das Thema zu diesem Zeitpunkt von Interesse ist. Wenn sich die Teilnehmenden einig sind, wird den vereinbareten Tehmen je ein Raum zugeteilt.

Eine Übersicht zu den vereinbarten Sessionthemen wird auf einem Sessionplan festgehalten und den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Dort sind Uhrzeiten und Räume ersichtlich. Anhand des Plans können die Teilnehmenden eine Auswahl von bis zu drei Sessions über den Tag verteilt treffen.

3. Durchführung der Sessions: Die Sessions beginnen und die Teilnehmenden können entscheiden, welches Thema sie diskutieren möchten und finden sich in dem entsprechenden Raum ein. Die Teilnehmenden haben 60 Minuten Zeit zur Diskussion. Sie legen zu Beginn der Session eine Person fest, die die Ergebnisse des Austauschs für die Schlussrunde zusammenfasst.

4. Schlussrunde: Am Ende der Sessions kommen alle Teilnehmenden noch einmal zusammen und sammeln Feedback & Anregungen. Die Sessionzusammenfassungen werden eingesammelt und im Anschluss ans Barcamp allen Teilnehmenden zugänglich gemacht.

Informeller Austausch

Sessions

Die Sessions unseres Barcamps gehen jeweils 60 Minuten, wobei Parallel jeweils drei Sessions laufen. Die Inhalte werden gemeinsam im Kreis der Teilnehmenden festgelegt.

Wenn Ihr ein Thema habt, das Ihr besprchen möchtet, zu dem Ihr besonderes Wissen oder auch offene Fragen habt, Eure Aktivitäten vorstellen wollt oder Menschen sucht, die zum gleichen Thema arbeiten, könnt Ihr zum Beginn des Barcamps einen eigenen Sessionvorschlag einbringen (oder auch mehrere). Überlegt Euch am besten schon vorher das Thema, einen Titel und wie ihr die Session gestalten wollt. Aber auch spontane Einfälle sind willkommen! Euren Vorschlag könnt Ihr dann aufschreiben und den anderen Teilnehmenden vorstellen. Wenn genügend Interesse daran besteht, wird die Session gesetzt und ihr bekommt einen Raum und eine Zeit zugeteilt.

Mögliche Formate sind z.B.: Vortrag; Input mit Diskussion; offener Austausch; Übungen; gemeinsame Zielentwicklung, Erfahrungsberichte, Vorstellung eines Projekts… Eurer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Natürlich könnt Ihr auch ohne eigene Vorschläge kommen und einfach an den Sessions teilnehmen, die andere anbieten. Wir hoffen, dass für alle etwas dabei ist

Informeller Austausch

Als einen der größten Gewinne der LKMO wurde uns immer wieder der Austausch und die Vernetzung genannt: Neue Vereine und Initiativen bekommen einen Überblick über und neue Sichtbarkeit in der MO-Landschaft Berlins; „alte Bekannte“ tauschen sich über die jüngsten Entwicklungen aus und Aktivist:innen aus den verschiedensten Feldern lernen sich kennen und schmieden neue Netzwerke.

Aus der Erfahrung, wie viele und wie engagiert wir als MOs in Berlin sind, und wie viel Expertise, Solidarität, Motivation und Erfahrung unter uns vorhanden ist, wachsen Empowertment, Dialog und neue Ideen.

Um das zu befördern haben wir auch in diesem Jahr wieder ein Begegnungscafé zum Teil der LKMO gemacht. Wer gerade keine Session besucht, eine Pause macht oder etwas dringendes zu besprechen hat, kann hier bei einem Snack und Musik in den Austausch mit anderen gehen oder auch zur Ruhe kommen und Energie für die nächsten Aktivitäten tanken.

Awareness-Hinweise

Wir wünschen uns für die LKMO, dass alle Beteiligten einen respektvollen Umgang miteinander pflegen und sich wohlfühlen können. Dazu gehört es, wo immer es möglich ist, Diskriminierungserfahrungen vorzubeugen und ihnen entgegenzuwirken, falls sie doch auftreten.

Ziel ist es, Verantwortung füreinander und für sich selbst zu übernehmen, unterschiedliche Subjektpositionen zu akzeptieren, persönliche Grenzen zu wahren und sich um möglichst große Teilhabemöglichkeiten zu bemühen.

Dabei wird uns alle auch in diesem Jahr ein Awareness-Team unterstützen, das für Eure Anliegen ansprechbar ist.

Ihr könnt während des Barcamps das Awareness-Team ansprechen, wenn Ihr z.B.

  • Diskriminierungen oder grenzüberschreitendes Verhalten beobachtet und/oder erfahrt.
  • Euch unwohl, bedroht oder an der Teilnahme gehindert fühlt
  • Mit Barrieren konfrontiert seid, bei deren Abbau/Überwindung wir helfen können

Auch im Vorfeld oder nach der Veranstaltung könnt Ihr uns zum Thema Awareness gerne ansprechen, falls Ihr eigene Bedarfe habt, Erfahrungen besprechen oder Problemen vorbeugen möchtet. Auch wenn Ihr Lust habt, selber im Awareness-Team mitzuwirken, könnt Ihr uns gerne anschreiben.

Ihr erreicht uns unter lkmo@tbb-berlin.de.

Verhaltensregeln

Für das Gelingen eines Barcamps ist der gute Wille aller Beteiligten gefragt. Um uns einen gemeinsamen Rahmen zu geben, wurden 2024 in Rücksprache mit der damaligen Planungsrunde Verhaltensregeln entwickelt, die wir auch in diesem Jahr anwenden möchten. Wer sich beim LKMO-Barcamp 2025 beteiligt, stimmt der Einhaltung dieser Regeln ausdrücklich zu:

1. Gewaltfreiheit

Die LKMO soll ein Ort des konstruktiven Austauschs sein. Dazu gehört, dass wir keine Gewalt, Gewaltverherrlichung oder -befürwortung akzeptieren. Das gilt uneingeschränkt für jede Form körperlicher Gewalt. Da aber auch psychische und verbale Gewalt für uns inakzeptabel sind, bitten wir Euch, auf Euer Kommunikationsverhalten zu achten und es ernst zu nehmen, wenn Teilnehmende sich dadurch verletzt fühlen.

2. Macht- und Diskriminierungssensibilität

Wir werden auf der LKMO kein rassistisches, sexistisches, queerfeindliches, gadjé-rassistisches, antisemitisches, muslimfeindliches oder behindertenfeindliches Verhalten oder andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit tolerieren. Als Teilnehmende verpflichtet Ihr Euch dazu, Euch daran zu halten. Es gibt aber auch weitreichendere und intersektional wirksame Diskriminierungen und Machtdynamiken. Achtet darauf und reflektiert auch Eure eigenen Privilegien. Der beste Austausch zwischen uns kann stattfinden, wenn alle Raum bekommen, etwas konstruktiv beizutragen. Lasst also auch anderen Raum zum Reden.

3. Raum für Dissens

Unterschiedliche Meinungen und Standpunkte sind Teil einer vielfältigen und lebendigen Veranstaltung. Gesteht eurem Gegenüber eigene Standpunkte zu. Einen inhaltlichen Konsens oder Kompromiss zu finden ist ein tolles Ergebnis, aber kann in einem vielstimmigen und ergebnisoffenen Austausch kein Zwang sein. Versucht also zu verstehen und zu vermitteln, anstatt zu überzeugen und Eure Meinung durchzusetzen.

Und bitte beachtet, dass jede Meinung geäußert werden darf, die den Verhaltensregeln entspricht, aber auch jede Meinung Widerspruch und Kritik aushalten muss – auch Eure eigene.

4. Sprache

Die primäre Arbeitssprache, auf die wir uns für die LKMO geeinigt haben, ist Deutsch, da fast alle der Beteiligten sich in Berlin in und mit dieser Sprache bewegen. Wir sind uns aber darüber bewusst, dass bei Verwendung von Sprachen auch Machtverhältnisse und historische wie aktuelle Kontexte beachtet werden müssen und in einem vielsprachigen Raum keine Sprache „neutral“ und für alle gangbar ist. Daher begrüßen wir ausdrücklich Vielsprachigkeit und möchten den Raum für andere Sprachen öffnen.

Es ist aber aus den genannten Gründen unerlässlich, bei der Anrede von Teilnehmenden in anderen Sprachen als der Arbeitssprache (Deutsch) vorab zu klären, ob sie damit einverstanden sind. (Post-)koloniale oder imperiale Verhältnisse oder individuelle Traumata und Befangenheiten können zum Beispiel berechtigte Gründe einer Person sein, die Verwendung einer Sprache abzulehnen.  Persönlichen Grenzen der Kommunikationspartner in Bezug auf verwendete Sprachen – auch ohne Angaben von Gründen – sind darum von allen Beteiligten zu achten und zu respektieren.

5.Respekt und Wertschätzung

Während auch für Kontroversen, unterschiedliche Meinungen und Auseinandersetzungen Raum gegeben sein muss, ist es für ein Gelingen der LKMO erforderlich, dass diesen in einem respektvollen und wertschätzenden Rahmen Raum gegeben wird. Auf der Sachebene zu streiten legitimiert keine persönlichen Angriffe oder Herabwürdigungen. Versucht bitte, auch andere Meinungen mit Achtung zu behandeln, solange sie nicht gegen die Gewaltfreiheit verstoßen und die Regel der Macht- und Diskriminierungssensibilität nicht verletzen.

Gebt anderen den Vertrauensvorschuss, dass auch sie zu Lösungen kommen möchten und sie als Personen unabhängig von ihren Meinungen Respekt verdienen.

6. Kommunikationsverhalten

Die LKMO und die Sessions am ersten Veranstaltungstag sollen in einer sehr begrenzten Zeit möglichst vielen Stimmen Raum geben. Fragt Euch also bitte, ob Euer Beitrag das besprochene Thema auch für die anderen Anwesenden voranbringt und haltet Eure Beiträge bitte so kurz und prägnant wie möglich. Habt aber auch Verständnis, dass aufgrund von Sprach- oder anderen Barrieren manche Teilnehmende mehr Zeit benötigen, um ihre Beiträge einzubringen.

Im Begegnungscafé findet Ihr mehr Raum zum Austausch als in den Sessions. Verabredet Euch also gerne auch dort, wenn Ihr in kleineren Runden mehr Zeit zum Reden braucht.

7.Fokus

Die LKMO ist eine Landeskonferenz. Auch wenn das Geschehen in Berlin im Zusammenhang mit bundesweiten und internationalen Geschehen steht, sollte unser Fokus sein, was wir von hier aus bewegen können, und worauf wir als Berliner MOs Einfluss nehmen können.

Und auch wenn jedes Thema komplex und mit anderen Themen verwoben ist: Konzentriert Eure Beiträge in Sessions bitte auf das jeweilige Thema.

Um verwandte Themen zu besprechen oder Einzelaspekte zu vertiefen steht Euch das Begegnungscafé zur Verfügung.

8.Eigenverantwortlichkeit

Während wir für die Art der Kommunikation auf der LKMO Regeln erarbeitet haben, gilt das nicht für die Inhalte. Jede*r trägt selbst die Verantwortung für die eigenen Äußerungen. Niemand kann beanspruchen, für andere Teilnehmer:innen zu sprechen, sofern diese dem nicht zugestimmt haben. Was eine teilnehmende Person sagt, bildet also deren individuelle Meinung oder die der entsprechenden Organisation ab.

Eigenverantwortlichkeit heißt aber im Zusammenhang der LKMO auch, dass alle Teilnehmenden gemeinsam für die Einhaltung der Verhaltensregeln und das Gelingen des Austauschs eine Mitverantwortung tragen. Helft Euch also gegenseitig, indem Ihr auf die Einhaltung der Regeln achtet und Euch gegenseitig wohlwollend daran erinnert, wenn nötig.

Achtet besonders im Sinne der Macht- und Diskriminierungssensibilität darauf, dass sich alle wohlfühlen können. Wenn Ihr dafür Unterstützung braucht, wendet Euch bitte an das LKMO-Team oder das Awareness-Team.

9.Verständnis, Geduld, Wohlwollen

Weder Eure Gesprächspartner:innen noch das Organisationsteam oder die LKMO selbst sind fehlerfrei. Übt daher Nachsehen miteinander und gerne auch mit uns. Die Verhaltensregeln dienen dazu, dass sich alle wohlfühlen können, und nicht dazu jemanden zu kontrollieren. Helft einander, indem Ihr Euch an sie haltet und einander daran erinnert, wenn nötig, aber bleibt einander dabei wohlwollend.

Bei akuten Fehlern in der Organisation und Durchführung der Veranstaltung wendet Euch gerne an das LKMO-Team, wir werden versuchen, einen guten Umgang damit zu finden. Und um für zukünftige Veranstaltungen zu lernen, sind wir auch dankbar für Feedback, das Ihr uns gerne im Begegnungscafé in die dafür vorgesehene Box werfen könnt.

10.Hausrecht

Bei groben oder wiederholten Verstößen gegen diese Regeln oder auch in anderen dringenden Fällen behält sich das Organisationsteam vor, Personen von der Teilnahme an der LKMO oder Teilen davon auszuschließen. Überdies genießt das Team des jeweiligen Veranstaltungsortes als Raumgebende volles Hausrecht.

Materialien

Hier verlinken wir weitere Materialien zur LKMO 2026, sobald sie verfügbar sind.

Der Öffentliche Teil der LKMO ist als Dialogtag im Spätherbst/Winter 2026 geplant. Er bildet den Abschluss der diesjährigen MO.


Informationen zu abgeschlossenen Landeskonferenzen finden Sie hier:

LKMO 2024 – Mehr als Vielfalt: Kompetenzen, Inhalte, Visionen

LKMO 2023 – Zwischen „Leuchtturmprojekten“ und Krisen – die Wirkung der MOs für Berlin

Kaleidoskop ist seit 2026 die Best-Practice-Maßnahme des Berliner Zentrums für Kooperation und Partizipation (KoPa) im Rahmen des KompNetz MO.

Es handelt sich um ein Trainingsprogramm für migrantische Vereine und Initiativen in Berlin, die bislang noch keine oder sehr wenig Erfahrung mit der Beantragung, Bewirtschaftung und Abrechnung von Fördermitteln, und unter Umständen auch noch wenig Erfahrung mit der Planung und Umsetzung von Projekten haben.

Interessierte Organisationen können in der jeweiligen Antragsphase eines jeden Jahres einen Projektantrag für ein Mini-Projekt (500 € – 3.000 € Budget) oder ein Midi-Projekt (5.000 € -10.000 € Budget) einreichen. Bei einer positiven Bescheidung durch eine vom KoPa-Projekt unabhängige Jury bekommt die Organisation die Mittel zur Umsetzung des Projekts sowie eine enge inhaltliche Begleitung duch das KoPa-Team bei der Umsetzung und Abrechnung des Projekts. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht die Projektfinanzierung, die als Sandbox-Verfahren zur Sammlung erster Erfahrungen angelegt ist. Primäres Ziel von Kaleidoskop ist die Qualifizierung der ausgewählten Organisationen, um auf weitere Anträge bei (z.B. öffentlichen) Zuwendungsgebern und die Durchführung auch größerer Projekte vorbereitet zu sein. Dazu dienen Schulungen zur Anttragsstellung, die für alle Interessierten in der Zielgruppe offen stehen, sowie für ausgewählte Projekte dann eine verpflichtende Schulung zur Projektdurchführung, ein Monitoring-Verfahren und eine abschließende Schulung zur Verwendungsnachweisführung.

Da die Lernerfahrung für die Organisation im Vordergrund steht, dienen Kaleidoskop-Projekte nicht dazu, Einkommen für die Projektbeteiligten über Aufwandsentschädigungen hinaus zu erzielen oder Gewinne (Geld oder große Anschaffungen) für den Projektträger zu generieren. Stattdessen sollten ehrenamtliches Engagement und die Lernerfahrung für die Organisation im Vordergrund stehen. In jedem Jahr gibt es zudem inhaltliche Schwerpunktthemen, die mit der Kaleidoskop-Ausschreibung bekannt gegeben werden, und die die Projektanträge adressieren sollten.

Informationen zum Programm Kaleidoskop erhalten Sie per Mail an kaleidoskop@tbb-berlin.de


Die Antragsfrist für Kaleidoskop 2026 endete am 13.03.2026. Einen Antragsstellung ist in diesem Jahr daher nicht mehr möglich. Bei einer Weiterführung werden wir 2027 wieder über unsere Webseite sowie den KoPa-Mailverteiler zu Kaleidoskop informieren.


KoPa wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Strukturfonds gefördert.