Newsletter des TBB


Liebe Mitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Medienvertreter*innen,
 
wir freuen uns, Ihnen/Euch unseren dritten Quartalsnewsletter dieses Jahres präsentieren zu dürfen.
 
Puh… das war in der Tat ein politisch sehr turbulentes Quartal.  Es war in erster Linie geprägt von den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September, Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13. September, den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September und den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September.
 
Wie bei allen vergangenen Wahlen auch haben wir insbesondere die Berliner Wahlen mit vielen Aktionen begleitet:
 
Wir haben auch zu dieser Wahl eine Kampagne zur Erhöhung der Wahlbeteiligung durchgeführt, insbesondere in der migrantischen Community und dabei mit besonderem Fokus auf die türkeistämmigen Berliner*innen. Dafür waren wir mindestens dreimal in der Woche nach Feierabend in den Bezirken Neukölln, Kreuzberg, Schöneberg und Mitte mit unseren Postkarten unterwegs, haben über die Wahlen informiert und dazu motiviert, zu den Wahlen zu gehen und zu wählen … demokratisch zu wählen, auch wenn aktuell nicht alle mit der Politik der demokratischen Parteien zufrieden sind.

Die Kampagne stieß in den Medien auf großes Interesse.
🔗Türkischer Bund wirbt mit Kampagne für Berlin-Wahl_RBB
🔗Abgeordnetenhauswahl – Türkischer Bund ruft zur Teilnahme an der Wahl auf – Politik – SZ.de
🔗Wahlbeteiligung verhältnismäßig niedrig: Türkischer Bund wirbt mit Flyern für Berlin-Wahl_Tagesspiegel
 
Ferner haben wir gemeinsam mit der Alevitischen Gemeinde zu Berlin am 31. August in deren Räumlichkeiten eine Podiumsdiskussion veranstaltet, an der Elif Eralp (Die Linke), Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen), Steffen Krach (SPD) und Kurt Wansner (CDU) teilgenommen haben. 
🔗Podiumsdiskussion zur Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026
 
Zudem haben wir Informationsveranstaltungen zu den Wahlen bei einigen unserer Mitgliedsvereine sowie weiteren Initiativen durchgeführt.
 
Unseren Protest darüber, dass knapp 25 % der Berlinerinnen und Berliner über 16 Jahre aufgrund des fehlenden Passes von den Berliner Wahlen ausgeschlossen sind, haben wir mit einer symbolischen Wahl am Kottbusser Tor zum Ausdruck gebracht und damit unsere Forderung nach einem „Wahlrecht für alle“ noch einmal unterstrichen.

Zu guter Letzt haben wir auch zu dieser Wahl Wahlprüfsteine erstellt.  Berücksichtigt wurden dabei Parteien, die derzeit im Berliner Abgeordnetenhaus oder im Bundestag vertreten sind oder Aussicht auf einen Einzug in das Abgeordnetenhaus hatten. Das BSW hat auf die Wahlprüfsteine des TBB nicht reagiert. Die Tierschutzpartei und Volt haben sich auf eigene Initiative an der Befragung beteiligt. Mehr zu den Wahlprüfsteinen, den Antworten der Parteien und unseren Forderungen ist unter folgendem Link zu finden.
🔗Der TBB veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl
 
Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt haben die Sorge, die wir angesichts des immer stärker werdenden Rechtsrucks haben und auch immer wieder zum Ausdruck bringen, noch einmal verstärkt. Die Tatsache, dass eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei mit 43,8% eindeutig als stärkste Kraft aus den Landtagswahlen hervorging, sollte für uns alle – Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – endlich ein Weckruf sein. Wichtig ist nun vor allem der Schutz der Zivilgesellschaft und der migrantischen Communities in Sachsen-Anhalt. In diesem Zusammenhang haben wir zur Solidarität mit der Zivilgesellschaft aufgerufen. 
🔗TBB: Solidarität mit der Zivilgesellschaft ist jetzt wichtiger denn je!
 
In Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD wohlmöglich die Regierung nicht bilden können, weil alle in den Landtag gezogenen demokratischen Parteien eine Koalition mit ihr ablehnen. Dennoch ist zu unterstreichen, dass die AfD auch dort mit 38,2 % stärkste Kraft geworden ist.
 
Und nun zu den Berliner Wahlen …
In Berlin hat die AfD einen Zuwachs von 7,2 % und ist mit 16,3 % drittstärkste Kraft. Damit ist sie auch im weltoffenen und vielfältigen Berlin eine sehr ernstzunehmende Gefahr. Das bringt für die zukünftige Koalition einen eindeutigen und unmissverständlichen Regierungsauftrag mit sich, zu dem insbesondere die gleichberechtigte politische und gesellschaftliche Teilhabe, ein konsequenter Schutz vor Rassismus und Diskriminierung, eine nachhaltige Demokratieförderung, die gerechte Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen sowie eine Politik, die die Lebensrealitäten einer vielfältigen Stadtgesellschaft berücksichtigt, gehören. Der TBB erwartet darüber hinaus, dass die neue Regierung die Arbeit der zivilgesellschaftlichen Organisationen stärkt und langfristig absichert. Gerade Organisationen, die Menschen bei Diskriminierung, sozialer Benachteiligung und Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen, sind für den demokratischen Zusammenhalt von großer Bedeutung. 
🔗Nach der Wahl: TBB fordert Berücksichtigung zentraler Anliegen in den Koalitionsverhandlungen
 
Apropos gesellschaftlicher Zusammenhalt …
Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei das Anwerbeabkommen, das die Anwerbung von Arbeitskräften aus der Türkei regelte. 65 Jahre später ist unübersehbar: Aus den sogenannten „Gastarbeiter*innen“ sind längst Nachbar*innen, Kolleg*innen, Unternehmer*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Politiker*innen und Bürger*innen dieses Landes geworden. Aus Arbeitsmigration ist Einwanderungsgesellschaft geworden. Wir fordern daher nicht nur Anerkennung, sondern auch eine klare und ehrliche Entschuldigung für das jahrzehntelange Versagen bei Teilhabe und Gleichberechtigung. Denn viele Angehörige der ersten Generation wurden bei ihrer Ankunft weitgehend sich selbst überlassen, mussten unter schwierigen und teilweise belastenden Bedingungen arbeiten und wurden mit Problemen und Herausforderungen allein gelassen, die bis heute nachwirken. 65 Jahre nach dem Anwerbeabkommen fordern wir deshalb nicht nur Anerkennung für die Generation, die dieses Land mit aufgebaut hat, sondern gleiche Rechte, gleiche Chancen und einen wirksamen Schutz vor Rassismus und Diskriminierung, sowohl für sie als auch  für ihre Nachkommen, die mittlerweile in der 3., 4. und sogar 5. Generation hier leben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner, Senatorin Cansel Kızıltepe und die Beauftragte für Partizipation, Integration und Migration Katarina Niewiedzial werden gemeinsam mit Migant*innenorganisationen, am 30. Oktober 2026 einen Festakt im Roten Rathaus zur Würdigung der ersten Generation veranstalten, bei dessen Vorbereitung der TBB aktiv mitwirkt.
 
Auch im letzten Quartal haben wir mit weiteren Pressemitteilungen auf andere aktuelle Ereignisse reagiert, die untenstehend aufgeführt sind.
 
Ebenfalls weiter unten gibt es Neuigkeiten aus unseren Projekten.
 
Mit solidarischen Grüßen
Ihr/Euer TBB-Vorstand


Inhalt

Aktuelles vom TBB
Pressemitteilungen
Aktuelles aus unseren Projekten
Veranstaltungshinweise
TBB in der Presse
Beratungsangebote


Aktuelles vom TBB

08.09.2026: Besuch von Betül Havva Yılmaz (AGH-Kandidatin der Partei Die Linke Neukölln) beim TBB


26.08.2026: Beim Sommerfest von Sevim Aydın (SPD, MdA) in ihrem Kiezbüro in der Wassertorstraße

26.08.2026: Heute hat uns Pia Voltz , Kandidatin der Partei Volt Berlin zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses in unserer Geschäftsstelle besucht

17.08.2026: Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft: Einblicke in unser Community-Picknick vom Samstag

25.07.2026: TBB beim CSD 2026


Pressemitteilungen


Aktuelles aus unseren Projekten

ADNB-Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin: Im November finden beim ADNB gleich drei Veranstaltungen statt, zu denen wir euch herzlich einladen möchten:
Direkt am 11. November findet unsere Vernetzungsveranstaltung in Kooperation mit der Fachstelle Gerecht:Behandelt – Gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen statt. Ziel ist es, dass sich Antidiskriminierungsberatungsstellen und Akteur*innen aus dem Gesundheitswesen kennenlernen und über ihre jeweiligen Arbeitsbereiche austauschen. Gleichzeitig möchten wir mehr Transparenz über bestehende Beschwerdewege und die Arbeit der Antidiskriminierungsberatung schaffen.
Am 21. und 22. November findet unser Workshop „Antidiskriminierung in der Kinder- und Jugendhilfe – rechtliche Grundlagen und praktische Umsetzung“ mit Charlotte Heyer und Hamza Barashed statt. Ziel des Schulungswochenendes ist es, die Handlungssicherheit im Umgang mit Diskriminierung im Arbeitsalltag der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken und mithilfe der Antidiskriminierungsgesetze Impulse für eine diskriminierungssensible Praxis zu geben. Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.
Ebenfalls im November laden wir am 28. und 29. November zum Seminar „Kritische Reflexion von Weißsein und transformatives Handeln gegen Rassismus“ ein. Der Workshop richtet sich an alle, die sich kritisch mit Rassismus und dem eigenen Weißsein beschäftigen möchten. Weißsein verstehen wir als einen sozialen Ort, der beschreibt, in einer rassistischen Gesellschaft wie z. B. in Deutschland (relativ) privilegiert zu sein und keine Rassismuserfahrungen zu machen.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen findet ihr auf unserer Website und bei Instagram. Für Fragen und Anmeldungen schreibt uns gerne an adnb@tbb-berlin.de.

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Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung II – BIbA II: Im dritten Quartal wurden die Beratungsangebote zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Rahmen des Projekts BIbA II kontinuierlich fortgeführt. Die Beratungen fanden mittwochs im Rahmen der offenen Sprechstunde sowie dienstags und freitags jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr telefonisch statt. Ergänzend zu den berlinweiten virtuellen Fallbesprechungen für Mitarbeitende der Arbeitsverwaltung und den mobilen Beratungsangeboten im Willkommenszentrum wurden Tandemberatungen gemeinsam mit Mitarbeitenden der jeweiligen Agenturen für Arbeit und Jobcenter durchgeführt. Darüber hinaus fanden zwei Informationsveranstaltungen statt: eine im Jobcenter Marzahn-Hellersdorf und eine weitere im Online-Format für Mitarbeitende der Agentur für Arbeit Berlin Mitte. Im Rahmen der Steuerungsrunde der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit wurde zudem über den aktuellen Projektverlauf informiert. Anschließend wurde der fachliche Austausch mit anderen AQB fortgeführt, um Erfahrungen zu teilen, aktuelle Entwicklungen zu besprechen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
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Fachstelle Arbeitsmarkt und Antidiskriminierung (FAMAD) : Im vergangenen Quartal hat sich FAMAD weiterhin im Bündnis „AGG Reform – Jetzt!“ für eine umfassende Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes eingesetzt. Aktuell ruft das Bündnis mit einer Petition auf WeAct/Campact dazu auf, den Diskriminierungsschutz wirksam zu stärken – unter anderem durch längere Fristen, ein Verbandsklagerecht und das Schließen bestehender Schutzlücken. Wir freuen uns über jede Unterschrift und Unterstützung der Petition!
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem fachlichen Austausch und der Vernetzung. Gemeinsam mit dem bridge – Berliner Netzwerke für Bleiberecht veranstaltete FAMAD einen Fachaustausch zum Thema „Diskriminierungsschutz von Menschen mit befristeten oder unsicheren Aufenthaltstiteln“. In einem weiteren Fachaustausch unter dem Titel „Zwischen Qualitätsanspruch und Ressourcenrealität: Antidiskriminierungsberatung unter veränderten Bedingungen“ diskutierten Beratungsstellen über steigende fachliche Anforderungen, komplexer werdende Beratungsfälle und die Grenzen professioneller Beratung angesichts knapper personeller und finanzieller Ressourcen.
Darüber hinaus war FAMAD bei den Lunch Talks von RINWA SERVICES mit einem Beitrag zu Antidiskriminierung in der Arbeitswelt vertreten, führte einen Workshop zur Entwicklung eines Code of Conduct durch und tauschte sich in verschiedenen Vernetzungstreffen mit Fachstellen, Beratungsstellen und Arbeitgeber*innen aus.
Auch personell stehen Veränderungen an: Da die Projektleitung in Elternzeit geht, schreibt FAMAD zum 1. Dezember 2026 eine Stelle als Projektmitarbeiter*in in Elternzeitvertretung aus.
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FairMieten-FairWohnen: Auch im 3. Quartal 2026 hat das Beratungsteam der Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt Menschen, die bei der Wohnungssuche oder beim Wohnen eine Diskriminierung wahrnehmen, eng begleitet. Wir werden auch in diesem Jahr sicherlich unser Ziel von mindestens 180 Beratungsanfragen erreichen.
Höhepunkte dieses Quartals waren der Fachdialog zum Thema „Nachbarschaftsstreitigkeiten“, in dem wir unter Federführung von dem Arbeitsbereich Strategie und Vernetzung der ASUM GmbH mit unterschiedlichen Akteuren über Lösungsmöglichkeiten gesprochen haben und ein Interview mit TRT-World über die Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt in Berlin.     
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Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ): Der Bereich Freiwilligendienste ist zum 1. September in den neuen Jahrgang gestartet:
Rund 120 junge Menschen leisten unter Trägerschaft des TBB ihren Dienst in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Schulen und weiteren sozialen Einrichtungen zur Unterstützung anderer.
Für den neuen Jahrgang gibt es wieder ein spezielles Tarifangebot des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg mit einem von den Bundesländern Berlin und Brandenburg bezuschussten Monatsticket.
Der Taschengeldzuschuss des Landes Berlin im FSJ in Höhe von bis zu 200,00 Euro monatlich konnte in Abstimmung des Landesarbeitskreises FSJ in Berlin mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bis Jahresende gesichert werden.
Themen der für 2026-27 geplanten Bildungsseminartage sind unter anderem Digitalisierung, Sexualisierte Gewalt, Anti-Ableismus und Empowerment.
Informationen zum FSJ beim TBB und die Möglichkeit der Bewerbung finden sich unter [ https://www.fsj-bfd-berlin.de/ ].
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KoPa: Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation: Im Projekt KoPa (Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation) war vom Sommerloch wenig zu spüren und so konnten im letzten Quartal mehrere Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Ein AGORA-Treffen zwischen der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege und Migrant*innenorganisationen (MO) mit Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsfürsorge schloss an unseren Jahresschwerpunkt aus dem letzten Jahr an und trug dazu bei Kontakte, Wissenstransfer und Austausch auch nachhaltig zu befördern. Ein weiteres Treffen fand unter großer Beteiligung und mit regem Austausch zwischen der migrantischen Zivilgesellschaft und Vertreter*innen der Berliner Landeszentrale für politische Bildung statt. In beiden Treffen gab es neben neuen Kontakten und inhaltlichem Austausch auch konkrete Hinweise für die MO zu Förderprogrammen und Zielsetzungen Ihrer Ansprechpartner auf Seiten des Landes Berlin.
Ein KoPa-Austauschforum im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahlen beschäftigte sich damit wie MO Wahlberechtigte in ihren Zielgruppen zur Wahlbeteiligung aktivieren können, was die AGH-Wahlen für die Zivilgesellschaft bedeuten und worauf man als gemeinnützige Organisation insbesondere in Wahlkampfzeiten in Bezug auf parteipolitische Neutralität achten sollte.
Nicht zuletzt war das vergangene Quartal für unser KoPa-Team geprägt durch den Austausch mit vielen Initiator*innen unserer diesjährigen Kaleidoskop-Projekte. Es begeistert uns immer wieder zu sehen, wie die von der Jury ausgewählten Projektnehmer*innen mit vergleichsweise geringem Budget aber viel Engagement ihre Ziele verfolgen und Zielgruppen erreichen! In zahlreichen Projektmonitorings konnten wir Tipps zur Projektdurchführung geben, Einblicke in die Formate der unterstützten MO gewinnen und unsere Partner*innen hoffentlich zu weiteren Projekten über Kaleidoskop hinaus motivieren.
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Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft: Nach unserem Picknick am 15. August, zu dem alle Queers und ihre Angehörigen eingeladen waren und an dem auch Senatorin Cansel Kızıltepe teilnahm, bereitet sich unser Projekt nun auf die im Oktober startenden Supportgruppen vor.
Alle weiteren Beratungs-, Veranstaltungs- und Unterstützungsangebote unseres Projekts laufen wie gewohnt weiter.
Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen finden Sie auf den Instagram– und Linktree-Kanälen des Projekts.
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Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk (NIIN): Im 3. Quartal 2026 setzte die Berliner NIIN-Gruppe die praktische Informations- und Bildungsarbeit mit den beteiligten Multiplikator*innen fort. Insgesamt fanden zwölf selbstorganisierte Informationsveranstaltungen und Exkursionen statt. Thematisch reichten diese von der elektronischen Patientenakte, nachhaltiger Haushaltsführung und Energieverträgen über Repair Cafés und nachhaltiges Kochen bis hin zu Ausstellungen und Exkursionen zu den Themen Meer, Wasser und nachhaltige Stadtentwicklung. Ergänzend wurden die letzten beiden Berliner NIIN-Videoclips produziert und online gestellt, darunter ein türkischsprachiger Beitrag zur Exkursion ins Klärwerk Ruhleben und ein Beitrag zur Wasserklärung in Berlin: https://youtube.com/playlist?list=PLy37zHEeiLdnY1B_4Ye7aVEFEirx44K7j&si=5Ej8SvcK_mn4aZeh.
Am 13. November findet unser abschließender Fachtag „Morgen schon heute leben – interkulturell, informiert, nachhaltig“ statt. Falls Interesse an einer Teilnahme besteht, kann gerne in unserer Geschäftsstelle angerufen und eine Mailadresse hinterlegt werden. Wir würden dann gerne zum Fachtag einladen.
Mehr zu unserem Projekt unter https://www.verbraucher-plus.de/Projekt/NIIN/de/Aktuelles/

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Siyasi katılım – Politische Partizipation: Das von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung geförderte Projekt zur Community-orientierten politischen Bildung hatte in diesem Jahr unter anderen die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus sowie die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September in den Fokus genommen. Hier wurden Postkarten mit Informationen zur Wahl verteilt , Neuwähler:innen angesprochen, symbolische Wahlen für Berliner:innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit durchgeführt sowie Wahlprüfsteine an Parteien gesandt und deren Antworten ausgewertet.
Die Antworten der Parteien sowie eine grafisch aufbereitete Übersicht sind unter [ https://www.tbb-berlin.de/wahlprufsteine-zur-berliner-abgeordnetenhauswahl ] einzusehen.
Am 12.09. bzw. 13.09. fanden Informationsveranstaltungen bei Puduhepa e.V. und in der Dersim Kulturgemeinde Berlin e.V. statt.
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WA Service: In diesem Quartal fanden im Projekt WA Service die ersten Informationsveranstaltungen, – schulungen und Beratungen für KMU in Berlin statt. Mit Unternehmen und weiteren Arbeitsmarktakteur*innen tauschten wir uns im Rahmen dessen über die Themen Onboarding, Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen und faire internationale Fachkräfterekrutierung aus. Auf besonders viel Interesse stieß außerdem unsere Schulung zum Thema „Diskriminierung im Arbeitskontext erkennen und handeln“, die wir in Kooperation mit der Fachstelle Arbeitsmarkt und Antidiskriminierung (FAMAD) des TBB durchführten. Für den Herbst hat das Projekt außerdem wichtige Kontakte zu Innungen, Arbeitgeberverbänden und anderen verwandten Projekten hergestellt. In Kooperation mit dem Bereich Weiterbildung und Fachkräfte der IHK Berlin wird am 20. Oktober eine Veranstaltung zum Thema „Kraft der Sprache: Erfolgreiche Kommunikation in interkulturellen Teams“ stattfinden. Außerdem führen wir unsere regulären kostenlosen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen durch. Mehr Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Projektseite unter: WA Service – TBB-Berlin.
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Zero Waste Voices – Vielsprachigkeit für Wertstoffrecycling: Das Projekt „Zero Waste Voices – Vielsprachigkeit für Wertstoffrecycling“ hat die erste Projekthälfte erfolgreich abgeschlossen. Anfang September fand die neunte und damit abschließende Qualifizierungseinheit statt.
Im Mittelpunkt standen die Themen migrantische Selbstorganisation und Empowerment. Die Vorstandssprecherin Ayse Demir gab den Teilnehmenden wertvolle Impulse und Einblicke in die Arbeit migrantischer Organisationen. Dabei wurden die Multiplikator*innen darin bestärkt, ihre Rolle selbstbewusst wahrzunehmen und ihr Wissen zu Abfalltrennung, Recycling und Ressourcenschonung in ihre Communities weiterzugeben.
Das Projektteam begleitet die Freiwilligen nun bei der Planung und Durchführung vielfältiger Sensibilisierungsformate. So entstehen Informationsangebote, die sich an unterschiedliche Sprachcommunities richten und einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Umweltthemen ermöglichen.


Veranstaltungshinweise

1. Selbsthilfegruppe für Angehörige von Queers

21.10.2026, 17:00 Uhr
Oranienstr. 53, 10969 Berlin – TBB

  • Peerberatung mit Co-Moderation von Ayşe Demir
  • Input zum Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)

Keine Anmeldung erforderlich.
Nur für Angehörige und Verbündete von LSBTIQA+-Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung.

2. Queer Support Group

22.10.2026, 17:00–20:30 Uhr

  • Peerberatung
  • Input vom Projekt „Politische Beteiligung“: Unsere Rechte auf gesellschaftliche und politische Teilhabe – insbesondere im Hinblick auf Meinungsfreiheit sowie Versammlungs- und Demonstrationsrecht
  • Input des Juristen Umut Rojda Yıldırım: Türkisches Recht
  • Interviews aus der Interviewserie „Queers in der Migrationsgesellschaft“: Gazino Neukölln & Burcu Lina

3. Queer Support Group (Sonderntreffen)

28.10.2026, 18:00 Uhr

  • Workshop von Atiye Lila: Lubunca
  • Input zum Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)

Die Queer Support Group richtet sich an queere Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichteund findet in den Räumlichkeiten des TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin, statt.
Für die Anmeldung bitte eine E-Mail an meine-familie@tbb-berlin.de senden
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Dialogtag der achten Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (LKMO)
“Gesellschaft gemeinsam gestalten! Ein Dialogtag für Migrant*innenorganisationen, Verwaltung und Politik”

17.11.2026, ab 10:00 bis 17:30 Uhr (Registrierung bis 10:45 Uhr)

Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstr. 22 – 24, 10623 Berlin

Anmeldung: https://eveeno.com/347865077
Infos: lkmo@tbb-berlin.de

Der Dialogtag richtet sich an Migrant*innenorganisationen sowie an Akteuri*nnen aus Politik und Verwaltung und weitere Interessierte.


TBB in der Presse


Beratungsangebote

Beratungsangebote – TBB-Berlin

  • Allgemeine Beratung zu Visa, Staatsbürgerschaft und aufenthaltsrechtlichen Fragen
  • Beratung zu sozial- und medizinrechtlichen Fragen
  • Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen 
  • Beratung zum Türkischen Recht
  • Beratungsstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung
  • Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung – BIbA II
  • Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt (Fair Mieten – Fair Wohnen)
  • Erst- und Verweisberatung für queere (LGBTI+) Personen mit eigener / familiärer Migrationsgeschichte und deren Angehörige
  • Allgemeine Beratung für Trans*, Inter* und Nicht-Binäre Menschen