TBB zum Tag der Befreiung am 8. Mai



„81 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus sehen wir: Rassismus ist wieder laut, sichtbar und politisch wirksam. Was lange als Tabu galt, wird heute normalisiert.

Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung. Denn der 8. Mai steht für die Befreiung von Menschenverachtung, Faschismus und Gewalt – und erinnert uns daran, dass Demokratie aktiv verteidigt werden muss.

Es reicht schon lange nicht mehr, nur zu mahnen. Politik und Gesellschaft müssen klar Haltung zeigen: gegen Rassismus, gegen Ausgrenzung, gegen jede Verschiebung nach rechts.

Wer versucht, rassistische Positionen zu relativieren, zu übernehmen oder gar zu überholen, stärkt sie nur.

Der Tag der Befreiung ist ein Auftrag: entschieden für Menschenwürde, Solidarität und eine offene Gesellschaft einzustehen – jeden Tag.“

Ayşe Demir,

Vorstandssprecherin