Wohnungskrise trifft Menschen mit Migrationsgeschichte besonders hart!


Das aktuelle Jahresgutachten des Sachverständigenrats für Integration und Migration bestätigt, was viele Menschen mit Migrationsgeschichte seit Jahren erleben: Der Zugang zu bezahlbarem und menschenwürdigem Wohnraum ist für sie besonders erschwert. Neueingewanderte leben häufiger in überbelegten Wohnungen, zahlen einen höheren Anteil ihres Einkommens für Miete und sind überdurchschnittlich von Wohnungslosigkeit betroffen.

Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) sieht darin nicht nur eine soziale Schieflage, sondern auch ein partizipations- und gesellschaftspolitisches Versagen.

„Wohnen ist ein Grundrecht und Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Wer auf dem Wohnungsmarkt systematisch benachteiligt wird, erlebt Ausgrenzung im Alltag“, erklärt Remzi Uyguner, Vorstandsmitglied des TBB.

Gerade in Ballungsräumen wie Berlin verschärfen steigende Mieten, fehlender sozialer Wohnungsbau und strukturelle Diskriminierung die Situation vieler migrantischer Familien. Menschen mit Einwanderungsgeschichte verfügen im Durchschnitt über weniger Wohnfläche und haben schlechtere Chancen auf Eigentum oder langfristig stabile Mietverhältnisse.

Der TBB fordert daher u.a. einen massiven Ausbau des sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus, wirksamere Maßnahmen gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, stärkeren Mieter*innenschutz und konsequente Begrenzung von Mietsteigerungen sowie gezielte Unterstützung für einkommensschwache Familien und Neueingewanderte.