Am 5. und 12. März war Zero Waste Voices im Rahmen seiner fünften Kurseinheit bei den Berliner Wasserbetrieben zu Gast. Die Multiplikator*innen erhielten dabei spannende Einblicke die Wasserkreisläufe der Stadt sowie in zentrale Rolle der Pumpwerke.
Neben einer Einführung in die Berliner Wasserinfrastruktur stand vor allem die Praxis im Mittelpunkt: Bei einer Führung durch die Anlagen wurde anschaulich vermittelt, wie Abwasser gesammelt, weitergeleitet und schließlich in den Kläranlagen behandelt wird. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Expert*innen, bei dem offene Fragen rund um die Kampagne „Kein Müll ins Klo“ geklärt werden konnten.
Dabei wurde deutlich, welche Herausforderungen durch falsch entsorgte Abfälle entstehen. Produkte wie Feuchttücher, Hygieneartikel oder andere vermeintlich spülbare Materialien führen in den Pumpanlagen regelmäßig zu Verstopfungen und verursachen erheblichen Mehraufwand im Betrieb. Gleichzeitig wurden die Auswirkungen auf Umwelt, Infrastruktur und Kosten greifbar vermittelt.
Ein zentrales Learning: Wir alle tragen Verantwortung. Auch wenn Produkte oft als unproblematisch beworben werden, entspricht dies nicht immer der Realität. Ein bewusster Umgang mit Abfällen – insbesondere im Badezimmer – ist ein wichtiger Beitrag für funktionierende Wassersysteme und mehr Nachhaltigkeit.
Der Besuch hat eindrücklich gezeigt, wie eng unser Alltag mit der städtischen Infrastruktur verknüpft ist und wie wichtig es ist, diese durch verantwortungsvolles Handeln zu unterstützen. Link zur Kampagne: https://www.bwb.de/de/kein-muell-ins-klo.php






Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Berlin / Christina Koormann