Überregionales Zoom-Treffen


Am 26. März 2026 fand ein Zoom-Treffen mit dem NIIN-Team und den Multiplikator*innen beider Standorte statt, in dem die Planungen für das laufende Projektjahr vorgestellt und gemeinsam besprochen wurden. Grundlage bildete das bereits letzten Herbst bereitgestellte Handout. Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind für 2026 neben Informationsveranstaltungen auch selbst organisierte Exkursionen. Pro Standort sollen bis Ende August insgesamt 18 Veranstaltungen durchgeführt werden, wobei die Multiplikator*innen jeweils ein bis zwei Termine organisieren. Die Teilnehmenden haben hierbei Gestaltungsfreiheit hinsichtlich Ort und Datum.

Ein weiterer Fokus der kommenden Monate liegt auf der Erstellung von Podcasts und Videoclips. Pro Standort sind insgesamt 12 Beiträge geplant, die in der jeweiligen Erstsprache produziert werden sollen. Inhaltlich sollen die Teilnehmenden eigene Schwerpunkte setzen und relevante Themen aus dem Projekt reflektieren. Die Beiträge werden über die Projektkanäle veröffentlicht.  


Darüber hinaus wurde auf den abschließenden Fachtag mit anschließendem Netzwerktreffen im Herbst hingewiesen. Der genaue Termin steht noch aus und wird in Abstimmung mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz festgelegt. Zusammenfassend diente das Treffen der Klärung organisatorischer Rahmenbedingungen sowie der Motivation der Teilnehmenden, die geplanten Maßnahmen eigenständig und kreativ umzusetzen. Unterstützungsangebote hierfür durch das Projektteam wurden ebenfalls hervorgehoben.


Save the Date 26.06.2026 – Barcamp: Berliner Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (LKMO) 2026



Liebe Mitstreiter*innen, liebe Freund*innen, liebe Vertreter*innen der Berliner Migrant*innenorganisationen,

wir freuen uns, Euch heute das Datum für den ersten Teil der diesjährigen Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen mitteilen zu können und bitten darum, sich den Termin bereits vorzumerken.

Die achte LKMO greift für den geschlossenen Teil für Migrant:innenorganisationen das erfolgreiche Barcamp Format aus den letzten Jahren wieder auf. Das Barcamp dient wie immer der Vernetzung und dem Austausch unserer Organisationen und Initiativen untereinander und der Identifizierung gemeinsamer Themen, Ziele und Strategien.

Das Barcamp richtet sich exklusiv an Vertreter*innen migrantischer Vereine und Initiativen in Berlin. Ein Austausch mit Politik, Verwaltung und Vertreter*innen weiterer interessierter Organisationen wird in Form eines Dialogtags am Ende des Jahres stattfinden. Sobald der Termin feststeht, teilen wir diesen mit.

Wann?     Freitag, 26.06.2026

Wo?         Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Weitere Informationen zu Veranstaltungsinhalten und -format sowie ein detaillierteres Programm werden rechtzeitig versendet. Für Rückfragen wendet Euch gerne an unsere Mailadresse: LKMO@tbb-berlin.de

Bitte streut diese Information auch in Euren Netzwerken und teilt das angehängte Sharepic großzügig auf Euren Social-Media-Kanälen!

Wir hoffen auf Euer Interesse und eine rege Teilnahme!

Solidarische Grüße

Das LKMO-Organisationsteam des Türkischen Bunds in Berlin-Brandenburg e.V.


Die LKMO wird organisiert im Rahmen des Projekts Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation (KoPa). Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Zero Waste Voices bei den Berliner Wasserbetrieben


Am 5. und 12. März war Zero Waste Voices im Rahmen seiner fünften Kurseinheit bei den Berliner Wasserbetrieben zu Gast. Die Multiplikator*innen erhielten dabei spannende Einblicke die Wasserkreisläufe der Stadt sowie in zentrale Rolle der Pumpwerke.

Neben einer Einführung in die Berliner Wasserinfrastruktur stand vor allem die Praxis im Mittelpunkt: Bei einer Führung durch die Anlagen wurde anschaulich vermittelt, wie Abwasser gesammelt, weitergeleitet und schließlich in den Kläranlagen behandelt wird. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Expert*innen, bei dem offene Fragen rund um die Kampagne „Kein Müll ins Klo“ geklärt werden konnten.

Dabei wurde deutlich, welche Herausforderungen durch falsch entsorgte Abfälle entstehen. Produkte wie Feuchttücher, Hygieneartikel oder andere vermeintlich spülbare Materialien führen in den Pumpanlagen regelmäßig zu Verstopfungen und verursachen erheblichen Mehraufwand im Betrieb. Gleichzeitig wurden die Auswirkungen auf Umwelt, Infrastruktur und Kosten greifbar vermittelt.

Ein zentrales Learning: Wir alle tragen Verantwortung. Auch wenn Produkte oft als unproblematisch beworben werden, entspricht dies nicht immer der Realität. Ein bewusster Umgang mit Abfällen – insbesondere im Badezimmer – ist ein wichtiger Beitrag für funktionierende Wassersysteme und mehr Nachhaltigkeit.

Der Besuch hat eindrücklich gezeigt, wie eng unser Alltag mit der städtischen Infrastruktur verknüpft ist und wie wichtig es ist, diese durch verantwortungsvolles Handeln zu unterstützen. Link zur Kampagne: https://www.bwb.de/de/kein-muell-ins-klo.php

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Berlin / Christina Koormann

Exkursion in die Verbraucherzentrale Berlin (18.02.2026)

Am 18. Februar 2026 führte eine vom Projektteam organisierte und begleitete Exkursion die Berliner Multiplikator*innen in die Räumlichkeiten der dortigen Verbraucherzentrale in Tempelhof. Nach einer kurzen Einführung in das breite Themenspektrum an Beratungen, die vor Ort angeboten werden und einer Führung durch die Räumlichkeiten spielte Judith Schryro mit uns eine ausgedehnte und unterhaltsame Runde W.I.R.S.I.N.G.

W.I.R.S.I.N.G. ist ein Roboter und die Abkürzung für „Weltuntergangs-Interventions-Roboter-und-Singuläre-Intelligenz-Nächster-Generation“, der in Kooperation zwischen der Verbraucherzentrale Berlin und Playing History entwickelt wurde. Bei dieser Mischung aus Brett-, Karten- und Münzspiel geht es um nichts weniger als darum, die Welt vor einem drohenden Klimakollaps zu retten – und zwar im Supermarkt. Im Mittelpunkt steht der Roboter W.I.R.S.I.N.G., der nach einer Katastrophe aus der Zukunft in der Zeit zurückreist, um sich bei den Mitspielenden Hilfe zu holen. Die Teilnehmenden übernehmen einzeln oder in Teams die Leitung eines Supermarkts und entscheiden, welche Lebensmittel eingekauft und verkauft werden. Ganz nebenbei wird so deutlich, welche Produkte dem Klima eher schaden und welche bessere Alternativen sind. So wurde unter Anleitung von Judith Schryro aus dem Themenfeld „Nachhaltiger Konsum“ ein spannendes Spiel mit Aha-Effekt.

Gespielt wurde W.I.R.S.I.N.G. in Tandems und in mehreren Runden mit verschiedenen virtuellen Kund*innen, die ganz unterschiedliche Wünsche haben. Dabei ging es nicht nur darum, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sondern vor allem darum, das Klima-Konto im Blick zu behalten: Jede einzelne Entscheidung wirkte sich aus – positiv oder negativ. Am Ende gewannen jene Teams, die ebenso geschickt planten wie nachhaltig einkauften und derart das große Ganze nicht aus den Augen verloren, wodurch der klimatische Weltuntergang zumindest an diesem Tag verhindert werden konnte. Sowohl das NIIN-Team als auch die Multiplikator*innen nahmen viel aus dieser Veranstaltung mit und freuen sich schon auf die weitere zukünftige Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Berlin.

https://www.verbraucherzentrale-berlin.de/pressemeldungen/umwelt-haushalt/wirsing-vs-weltuntergang-104611

Kaleidoskop – Die Ausschreibung für 2026 beginnt!

Mini- und Midi-Projekte können bis zum 13. März 2026 eingereicht werden.

Wir freuen uns, die Kaleidoskop-Ausschreibung für das Jahr 2026 zu veröffentlichen! Im Rahmen des Programms unterstützt der TBB Projekte von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung und ehrenamtlichem Engagement.

Die Ausschreibung richtet sich an migrantische Selbstorganisationen (MOs) und Initiativen aus Berlin, die ein Mini-Projekt (500 bis 3.000 Euro) oder ein Midi-Projekt (5.000 bis 10.000 Euro) realisieren möchten.

Kaleidoskop verfolgt nicht nur das Ziel, die Projekte finanziell zu unterstützen, sondern dient primär als Lernerfahrung für Projektinitiator:innen, die noch wenig Erfahrung in der Projektumsetzung haben. Durch Schulungen und fachliche Begleitung werden grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten der Antrag-stellung, Projektplanung und -durchführung sowie der Nachweisführung vermittelt.

An einer Schulung für die Antragstellung können Interessierte am 26. Februar 2026 von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr oder am 5. März 2026 von 16:00 bis 17:30 Uhr teilnehmen. Gerne können Sie sich unter kaleidoskop@tbb-berlin.de anmelden! Die Teilnahme wird vor der Antragsstellung dringend empfohlen.

Die Projektideen sollten einen der folgenden Schwerpunkte adressieren: Self-Empowerment und Partizipation, Begegnung, informelles Lernen oder Prävention gegen Radikalisierung sowie Extremismus. Ein zentrales Element in jedem Projekt muss das ehrenamtliche Engagement sein.

Im Jahr 2026 werden die Projekte in nur einer Förderrunde unterstützt; diese können im Zeitraum von Mitte April bis Ende Oktober 2026 stattfinden.

Die Frist zur Antragsstellung ist der 13 März 2026.

Das Antragsdokument können Sie hier herunterladen. Zusammen mit dem Antrag muss zwingend ein Finanzierungsplan eingereicht werden. Eine Vorlage finden Sie hier.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine unabhängige Jury. Diese setzt sich zusammen aus Vertreter-:innen von MOs, je einer Vertretung aus einer Bezirksverwaltung, ehemaligen Projektinitiator:innen sowie dem Landesbeirats für Partizipation.

Kaleidoskop wird im Rahmen des Strukturprojekts des TBB KoPa als Best-Practice-Maßnahme gefördert.

Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Videoclips zu nachhaltigem Verbraucher:innenschutz

Seit Januar 2026 produziert das Projekt „Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk“ (NIIN) informative Videoclips in den beteiligten Erstsprachen, die bis August schrittweise online gestellt werden. Wir danken den Multiplikator:innen für ihr Engagement und ihre spannenden Inputs!

Gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk (NIIN)



29.01.2026 BGH: Diskriminierung bei der Wohnungssuche aufgrund der ethnischen Herkunft ist verboten.


Heute hat der Bundesgerichtshof ein wichtiges Urteil verkündet.

Hierzu veröffentlichen wir die Pressemitteilung der Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt


Das höchste Zivilgericht in Deutschland, der Bundesgerichtshof (BGH), hat einen Makler zu einer Entschädigung in Höhe von 3.000 € verurteilt, weil er eine Wohnungsbewerberin mit pakistanischem Namen bei der Wohnungssuche diskriminiert hat. Die bewerbende Person (Klägerin) konnte durch Testings nachweisen, dass neben ihrer eigenen auch weitere mit ausländisch klingenden Namen verschickte Bewerbungen abgelehnt wurden, während alle fiktiven Bewerber:innen mit deutsch klingenden Namen zur Besichtigung eingeladen wurden. Somit bestätigt das BGH, dass Testings als Indiz für Diskriminierung anerkannt werden.

Im selben Verfahren hat das Gericht ebenfalls entschieden, dass auch Makler:innen als Wohnungsvermittler für die Diskriminierung haften, weil sie einen maßgeblichen Einfluss auf die tatsächliche Vergabe der Wohnung haben. Das BGH stellt dazu fest: „Die Erstreckung der Haftung auf den Makler als Hilfsperson des Vermieters ist mit dem Wortlaut und der Systematik der Vorschriften vereinbar und entspricht dem Ziel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, Benachteiligungen etwa wegen der ethnischen Herkunft wirkungsvoll zu verhindern oder zu beseitigen“ (Urteil vom 29. Januar 2026 – I ZR 129/25).

Somit hat der BGH der Klägerin in allen Punkten Recht gegeben.

Stellungnahme zum Urteil
Die Fachstelle begrüßt die Entscheidung des BGH und stellt fest, dass durch dieses Urteil zwei Rechtslücken in der Antidiskriminierungsarbeit höchstrichterlich geschlossen wurden:

  • Testing wird als Indiz für Diskriminierung bei der Wohnungssuche anerkannt
  • Makler:innen haften auch für die Diskriminierung

Charlotte Weber, Projektleitung des Arbeitsbereichs Strategie und Vernetzung sagt dazu: „Der BGH hat heute eine wichtige Lücke im AGG geschlossen. Die Klarstellung, dass Makler:innen nach dem AGG für Diskriminierung haftbar sind und Testings zum Nachweis von Benachteiligung vor Gericht Bestand haben, gibt Betroffenen Rechtssicherheit und stärkt die Antidiskriminierungsarbeit. Wir danken der Klägerin Humaira Waseem dafür, dass sie sich entschlossen gegen rassistische Diskriminierung gestellt hat und dadurch höchstrichterlich klargestellt wurde: Diskriminierung bei der Wohnungssuche ist verboten und wird mit Schadensersatz geahndet.“

Remzi Uyguner, Leiter des Arbeitsbereichs Beratung und Begleitung ergänzt: „Wir begrüßen das Urteil sehr, weil es uns in der Beratung Rechtssicherheit gibt. Zugleich bleibt das Antidiskriminierungsrecht in Deutschland schwach, auch für Wohnungsmarktdiskriminierungen. So können z. B. die Betroffenen keinen Mietvertrag einklagen, sondern „nur“ eine Entschädigung. Insofern bleibt die Forderung nach einer AGG-Reform bestehen.“

Testings
Die Fachstelle hat einige Fälle begleitet, in denen die Ratsuchenden Testings durchgeführt haben, um die wahrgenommene Diskriminierung belegen zu können. Ein Fall wurde vor dem Amtsgericht Charlottenburg verhandelt. Das Gericht hat die Methode „Testing“ bereits als ein zulässiges Indiz, um die Diskriminierung zu belegen, anerkannt. Das Urteil vom 14.01.2020 ist rechtskräftig: https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/NJRE001409630.

Das Testing muss allerdings ordnungsgemäß durchgeführt werden, damit es von Gerichten anerkannt wird. Daher hat die Fachstelle eine Arbeitshilfe zur Durchführung von reaktiven Testings erstellt. Die Arbeitshilfe kann von unserer Webseite kostenlos heruntergeladen werden: https://fairmieten-fairwohnen.de/wp-content/uploads/2021/11/FMFW_Arbeitshilfe-reaktive-Testings.pdf

Sie haben selbst Diskriminierung bei der Wohnungssuche erlebt?
Die Fachstelle bietet Menschen, die eine Diskriminierung bei der Wohnungssuche erleben, eine parteiische und unabhängige Beratung an. Bitte rufen Sie uns an: 030 62 73 16 68 oder schreiben Sie uns eine Mail: fachstelle@fairmieten-fairwohnen.de

Support Groups, Februar 2026 | Destek Grupları, Şubat 2026


Queer Support Group | Kuir Destek Grubu

📍Oranienstr. 53, 10969 Berlin

📅 25.02.2025, 17:30

*Für Queers mit Migrations- und Fluchterfahrung

*Göç ve İltica Deneyimli Kuirler için

Workshop | Atölye: Lubunca

Atiye Lila

Selbsthilfegruppe für Angehörige von Queers | Kuir Yakınları Grubu

📍Oranienstr. 53, 10969 Berlin 📅 26.02.2025, 17:30

*Für Angehörige und Verbündete der

Queers mit Migrations- und Fluchterfahrung

*Göç ve İltica Deneyimli Kuirler’in Yakınları ve Destekçileri için

Peerberatung | Akran Danışmanlığı

Moderation | Moderasyon: Ayşe Demir

Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg sucht vorbehaltlich der Bewilligung und Förderung des beantragten Projektvorhabens „Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung (BIbA II)“ im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung in der ESF Plus Förderperiode zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Berater*in mit einem Stellenumfang von 19,7 Stunden/Woche


Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) ist ein überparteilicher, überkonfessioneller und demokratischer Dachverband von Organisationen und Einzelpersonen aus Berlin und Brandenburg. Der TBB sieht sich primär als Interessenvertretung, ist aber zugleich sozialer Träger, mit spezifischen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten. Weiterführende Informationen zum Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg finden Sie unter www.tbb-berlin.de.


Projektbeschreibung:

Vorbehaltlich der Bewilligung und Förderung des beantragten Projektvorhabens führt der TBB im Rahmen der ESF Plus Förderperiode voraussichtlich seit dem 01.01.2026 das Projekt Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung (BIbA II) durch. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung umgesetzt, welches durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert wird. Die aktuelle Förderphase ist bis 31.12.2028 angesetzt.

Die Beratung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und die Qualifizierungsberatung im Kontext der Anerkennungsgesetze richtet sich an Personen mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen. Sie verfolgt das Ziel, die berufliche Situation von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern, die in ihrem erlernten Beruf in Berlin leben und arbeiten möchten.

Zur Umsetzung des Beratungsangebots sucht der TBB vorbehaltlich der Bewilligung und Projektförderung des beantragten Projektvorhabens eine*n Berater*in Teilzeit für 19,7 Stunden pro Woche (50% Stellenanteil).

Ihre Aufgaben:

  • Selbstständige Durchführung von Beratungen (persönlich, telefonisch und digital) und Begleitung von Ratsuchenden zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen sowie Qualifizierungsberatung im Kontext der Anerkennungsgesetze
  • Erarbeitung einer beruflichen bzw. Qualifikationsperspektive
  • Beratung zur bildungsadäquaten Beschäftigung
  • Aufsuchende Beratung in den sozialen Medien
  • Dokumentation und Auswertung, Evaluation der Beratungsfälle
  • Statistische Erfassung der Beratungen in entsprechenden Tools
  • Zuarbeit für Berichte u.ä.
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung von Arbeitsmaterialien
  • Teilnahme an Sitzungen, Gremien, Fachveranstaltungen
  • Mitarbeit bei der Durchführung von Informationsveranstaltungen, Schulungen, Veranstaltungen und Workshops

Unsere Anforderungen:

  • Bachelor oder abgeschlossene Fachhochschulbildung oder vergleichbare Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen
  • Einschlägige Berufs- und Beratungserfahrung und/oder umfangreiche Fachkenntnisse im Bereich der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung im Kontext der Anerkennungsgesetze, der Finanzierungs- und Kostenerstattungsmöglichkeiten und der Anerkennungsprozesse in Berlin
  • Sehr gute Türkisch, Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Kenntnisse im Bereich der Beratungs- und Qualifizierungslandschaft in Berlin
  • Sicheres und konsequentes Auftreten, sehr gute Kommunikationsfähigkeit, analytisches und strategisches Denken
  • Selbständige, gründliche und strukturierte Arbeitsweise sowie Teamfähigkeit
  • Diversitykompetenz und Diskriminierungssensibilität
  • Sehr gute Computer-Anwender:innenkenntnisse, sicherer Umgang mit MS-Office-Produkten

Was wir bieten:

  • Eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit
  • Arbeit in einem diversen und interdisziplinären Team einer Migrant:innenorganisation
  • Teilzeitstelle (19,7 Stunden) vorbehaltlich der Bewilligung und Projektförderung befristet bis 31.12.2028 mit Chancen auf Weiterbeschäftigung darüber hinaus
  • Vergütung in Anlehnung an TV-L E9b
  • Ein angenehmes Arbeitsklima in einem kleinen Team mit kurzen Entscheidungswegen
  • Einarbeitung durch erfahrene Kolleg:innen

Der TBB führt ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch.

Bitte senden Sie kein Foto ein und nutzen Sie für Ihre Bewerbung ausschließlich das hier hinterlegte Bewerbungsformular!

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bis zum 08.02.2026 (Ausschlussfrist) bitte bevorzugt per Mail an: bewerbung@tbb-berlin.de

Betreff: Bewerbung BIbA II

oder per Post an:

Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg

Stichwort: Bewerbung BIbA 2022

Oranienstr. 53

10969 Berlin

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB (ADNB des TBB) sucht eine*n Projektmitarbeiter*in (Beratung) in Teilzeit (68,5 % bzw. 27 h/Woche) als Elternzeitvertretung zum nächstmöglichen Termin


Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) ist ein überparteilicher, überkonfessioneller und demokratischer Dachverband von Organisationen und Einzelpersonen aus Berlin und Brandenburg. Der TBB sieht sich primär als Interessenvertretung, ist aber zugleich sozialer Träger, mit spezifischen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten. Weiterführende Informationen zum Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg finden Sie unter www.tbb-berlin.de.

Das ADNB des TBB setzt sich für die soziale, rechtliche und politische Gleichbehandlung für in Berlin lebende Menschen, die rassistische, damit zusammenhängende aber auch darüber hinaus greifende Diskriminierungserfahrungen machen (People of Color bzw. Schwarze Menschen, Muslime, Romnja*, Sintezza*, Jüdinnen_Juden, Menschen mit Migrationsgeschichte, Fluchterfahrung und/oder andere) ein. Wir beraten und unterstützen diese bei Diskriminierung sowohl psychosozial als auch auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und Berliner Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG). Das ADNB bringt sich auch in politische Prozesse zur nachhaltigen Verbesserung der Situation unserer Zielgruppe ein. Darüber hinaus koordiniert das ADNB ein interdisziplinäres Beratungsnetzwerk und führt Workshops, Seminare und Trainings durch. Weitere Informationen finden Sie unter www.adnb.de.

Aufgabengebiete:

  • Beratung und Begleitung von Ratsuchenden nach den Beratungsstandards des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd)
  • Bearbeitung und Dokumentation der Diskriminierungsfälle
  • Verfassen von Diskriminierungsbeschwerden sowie Texten und Stellungnahmen zu (Anti-) Diskriminierung
  • Analyse und Bewertung der Rechtslage und ggfs. Begleitung von Klagen als Beistand nach § 23 AGG und §10 Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)
  • Zuarbeit an die Projektleitung für Berichte, Publikationen u.ä.
  • Netzwerkarbeit mit anderen Antidiskriminierungsstellen
  • Organisation und Mitarbeit bei der Durchführung von einzelnen Projektbereichen (Veranstaltungen, Workshops, Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Netzwerken, Vernetzung u.a.)
  • Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision, Gremien, Fachveranstaltungen

Anforderungsprofil:

  • Hochschulabschluss in Rechtswissenschaften oder im sozial- oder gesellschaftswissenschaftlichen Bereich, in Psychologie oder vergleichbare Qualifikationen
  • persönliche und theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus, Empowerment
  • Kenntnisse des rechtlichen Antidiskriminierungsschutzes im Allgemeinen und konkret im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und Berliner Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) erwünscht
  • Beratungskompetenz und -erfahrung erwünscht
  • sicheres Auftreten, sehr gute Kommunikationsfähigkeit, stark ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, analytisches und strategisches Denken
  • Teamfähigkeit und die Fähigkeit zu selbständiger und strukturierter Arbeitsweise
  • Kenntnisse und Erfahrung in der Netzwerkarbeit und Arbeit mit Multiplikatorinnen erwünscht
  • Sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sowie Kenntnisse in Englisch und ggf. weiteren Sprachen wie z.B. Türkisch, Arabisch, Spanisch, Farsi, Französisch u.a.
  • Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit: Zeitdruck, Umgang mit Konflikten u.ä.

Wir bieten Ihnen:

  • Einbindung in ein erfahrenes, interdisziplinäres und transkulturelles Team einer Mig-rantinnenorganisation
  • Berliner und bundesweites Netzwerk an Antidiskriminierungsakteur:innen
  • regelmäßige Fall- und Teamsupervision
  • die Möglichkeit eigene Kompetenzen und Wissen kontinuierlich zu erweitern
  • regelmäßige Fortbildungen zu verschiedenen juristischen oder anderen relevanten The-menfeldern
  • eine Vergütung angelehnt an TV-L 11

Aufgrund der speziellen Projektanforderungen und -inhalte rufen wir insbesondere Menschen mit Diskriminierungserfahrungen und von Mehrfachdiskriminierung betroffene Personen zur Bewerbung auf! Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Stelle um eine Elternzeitvertretung handelt und sie daher befristet, voraussichtlich bis zum 28.01.2027 ausgeschrieben wird. Die Weiterführung der Stelle darüber hinaus ist vorbehaltlich der weiteren Förderung des Projekts ADNB, mit der jedoch von Seiten des Trägers gerechnet wird.

Der TBB führt ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch.
Bitte nutzen Sie für Ihre Bewerbung ausschließlich die  hier angehängte Vorlage!

Das ausgefüllte Bewerbungsformular senden Sie bis zum 25.01.2026 bitte bevorzugt per Mail und mit der Angabe des Betreffs „Bewerbung ADNB“ an: bewerbung@tbb-berlin.de

oder per Post an:

Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
Stichwort: Bewerbung ADNB
Oranienstr. 53
10969 Berlin