Berlin zum solidarischen Hafen machen

Statement der pluralen Zivilgesellschaft


Anlässlich der am heutigen Mittwoch stattfindenden Vorsondierungen zu einer möglichen rot-rot-grünen Koalition stellen sich Vereine, Initiativen und Einzelpersonen gemeinsam auf, für ein Berlin für alle Menschen. Ein Berlin, das sich seiner Verantwortung in einer düsteren Zeit bewusst ist.
Der gestrige Tag der Wahl in Sachsen-Anhalt war für die diverse Gesellschaft Berlins eine weitere Warnung und Erosion des „Nie wieder!“: Mit Stimmen des BSW und mutmaßlich auch der CDU wurde ein Rechtsextremist zum Landtagspräsidenten gewählt: das erste Mal in 81 Jahren.
Und während in Berlin unter der schwarz-roten Regierung bei Bildung, queeren Projekten, Gewalt- und Suchtprävention gekürzt und unsere soziale Stadt immer prekärer und unsozialer wurde, mussten wir feststellen, dass wichtige und dringend benötigte Fördergelder für die Antisemitismusprävention aufgrund der Fördermittelskandals der Berliner CDU bis heute nicht abgerufen werden konnten oder teilweise an Parteikolleg*innen gegangen zu sein scheinen.
Diese Entwicklungen sind erschreckend, erschreckend und bedrohlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und die Chancengleichheit aller Menschen, die immer mehr ins Wanken gerät.
Wir treten ein für eine Stadt, in der alle Menschen ihre Lebensentwürfe umsetzen können. Egal, ob sie gerade erst ankommen oder schon lange hier sind. Wir alle sind Berlin!
Wir erwarten von den Parteien in Berlin, sich dieser Aufgaben und Anforderungen an sie bewusst zu werden. Es geht um uns alle.
Den Link zum gesamten Dokument findet ihr hier.

Einladung zu den Selbsthilfegruppen des Projekts „Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft“

“Benim Ailem – Göç Toplumunda Kuirler” Projesinin Ekim Ayı Destek Grupları


Selbsthilfegruppe für Angehörige von Queers

Im Rahmen des Projekts „Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft“ laden wir herzlich zur Selbsthilfegruppe für Angehörige und Verbündete von queeren Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung ein.

Die Selbsthilfegruppe bietet Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Beratung.

Datum: 21. Oktober 2026
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ort: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Programm:

  • Peerberatung
  • Input zum Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)
  • Co-Moderation: Ayşe Demir

Keine Anmeldung erforderlich.

Die Veranstaltung richtet sich an Angehörige und Verbündete von LSBTIQA+-Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Türkisch statt.

LGBTİ+ Yakınları için Destek Grubu

“Ailem – Göç Toplumunda Kuirler” projesi kapsamında, göç ve iltica deneyimi olan LGBTİ+’ların yakınlarını ve destekçilerini buluşmamıza davet ediyoruz.

Destek grubu deneyim paylaşımı, karşılıklı destek ve akran danışmanlığı için güvenli bir alan sunmaktadır.

Tarih: 21 Ekim 2026
Saat: 17:00
Yer: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Program:

  • Akran danışmanlığı
  • Berlin Eyaleti Ayrımcılıkla Mücadele Yasası (LADG) hakkında bilgilendirme
  • Eş moderasyon: Ayşe Demir

Kayıt gerekli değildir.

Etkinlik, göç ve iltica deneyimi olan LGBTİQA+’ların yakınları ve destekçilerine yöneliktir.

Etkinlik Türkçe ve Almanca gerçekleştirilecektir.


Queer Support Group im Oktober

Im Rahmen des Projekts „Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft“ laden wir im Oktober zur Queer Support Group sowie zu einem Sondertreffen ein. Die Treffen bieten Raum für Austausch, Peerberatung und verschiedene thematische Inputs.

Queer Support Group

Datum: 22. Oktober 2026
Uhrzeit: 17:00–20:30 Uhr
Ort: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Programm:

  • 17:00–18:00 Uhr: Peerberatung
  • 18:15–18:45 Uhr: Input des TBB-Projekts „Politische Partizipation“ mit Çiğdem Vardar: Unsere Rechte auf gesellschaftliche und politische Teilhabe – insbesondere im Hinblick auf Meinungsfreiheit sowie Versammlungs- und Demonstrationsrecht
  • 19:00–19:30 Uhr: Input zum türkischen Recht mit dem Juristen Umut Rojda Yıldırım
  • 19:30–20:30 Uhr: Interviews aus der Interviewreihe „Queers in der Migrationsgesellschaft“ mit Lina Burcu und Gazino Neukölln

Sondertreffen: Lubunca-Workshop

Datum: 28. Oktober 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Programm:

  • Lubunca-Workshop mit Atiye Lila
  • Input zum Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)

Hinweis: Die Queer Support Group richtet sich an queere Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.

Anmeldung: per E-Mail an meine-familie@tbb-berlin.de.

Ekim Ayı Kuir Destek Grubu Buluşmaları

“Benim Ailem – Göç Toplumunda Kuirler” projesi kapsamında, ekim ayında düzenleyeceğimiz Kuir Destek Grubu buluşmalarımıza davetlisiniz. Buluşmalar; deneyim paylaşımı, akran danışmanlığı ve farklı konularda bilgilendirme sunumları için bir alan sunmaktadır.

Queer Support Group

Tarih: 22 Ekim 2026
Saat: 17:00–20:30
Yer: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Program:

  • 17:00–18:00: Akran danışmanlığı
  • 18:15–18:45: TBB “Siyasi Katılım” projesinden Çiğdem Vardar’ın sunumu: Toplumsal ve siyasi hayata katılım haklarımız – özellikle ifade özgürlüğü ile toplantı ve gösteri hakkı
  • 19:00–19:30: Hukukçu Umut Rojda Yıldırım ile Türkiye hukuku üzerine bilgilendirme
  • 19:30–20:30: “Göç Toplumunda Kuirler” röportaj serisinden Lina Burcu ve Gazino Neukölln ile röportajlar

Özel Buluşma: Lubunca Atölyesi

Tarih: 28 Ekim 2026
Saat: 18:00
Yer: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Program:

  • Atiye Lila ile Lubunca atölyesi
  • Berlin Eyaleti Ayrımcılıkla Mücadele Yasası (LADG) hakkında bilgilendirme

Not: Queer Support Group, göç ve iltica deneyimi olan kuir kişilere yöneliktir.

Kayıt: meine-familie@tbb-berlin.de adresine e-posta göndererek kayıt olabilirsiniz.

Newsletter des TBB


Liebe Mitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Medienvertreter*innen,
 
wir freuen uns, Ihnen/Euch unseren dritten Quartalsnewsletter dieses Jahres präsentieren zu dürfen.
 
Puh… das war in der Tat ein politisch sehr turbulentes Quartal.  Es war in erster Linie geprägt von den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September, Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13. September, den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September und den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September.
 
Wie bei allen vergangenen Wahlen auch haben wir insbesondere die Berliner Wahlen mit vielen Aktionen begleitet:
 
Wir haben auch zu dieser Wahl eine Kampagne zur Erhöhung der Wahlbeteiligung durchgeführt, insbesondere in der migrantischen Community und dabei mit besonderem Fokus auf die türkeistämmigen Berliner*innen. Dafür waren wir mindestens dreimal in der Woche nach Feierabend in den Bezirken Neukölln, Kreuzberg, Schöneberg und Mitte mit unseren Postkarten unterwegs, haben über die Wahlen informiert und dazu motiviert, zu den Wahlen zu gehen und zu wählen … demokratisch zu wählen, auch wenn aktuell nicht alle mit der Politik der demokratischen Parteien zufrieden sind.

Die Kampagne stieß in den Medien auf großes Interesse.
🔗Türkischer Bund wirbt mit Kampagne für Berlin-Wahl_RBB
🔗Abgeordnetenhauswahl – Türkischer Bund ruft zur Teilnahme an der Wahl auf – Politik – SZ.de
🔗Wahlbeteiligung verhältnismäßig niedrig: Türkischer Bund wirbt mit Flyern für Berlin-Wahl_Tagesspiegel
 
Ferner haben wir gemeinsam mit der Alevitischen Gemeinde zu Berlin am 31. August in deren Räumlichkeiten eine Podiumsdiskussion veranstaltet, an der Elif Eralp (Die Linke), Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen), Steffen Krach (SPD) und Kurt Wansner (CDU) teilgenommen haben. 
🔗Podiumsdiskussion zur Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026
 
Zudem haben wir Informationsveranstaltungen zu den Wahlen bei einigen unserer Mitgliedsvereine sowie weiteren Initiativen durchgeführt.
 
Unseren Protest darüber, dass knapp 25 % der Berlinerinnen und Berliner über 16 Jahre aufgrund des fehlenden Passes von den Berliner Wahlen ausgeschlossen sind, haben wir mit einer symbolischen Wahl am Kottbusser Tor zum Ausdruck gebracht und damit unsere Forderung nach einem „Wahlrecht für alle“ noch einmal unterstrichen.

Zu guter Letzt haben wir auch zu dieser Wahl Wahlprüfsteine erstellt.  Berücksichtigt wurden dabei Parteien, die derzeit im Berliner Abgeordnetenhaus oder im Bundestag vertreten sind oder Aussicht auf einen Einzug in das Abgeordnetenhaus hatten. Das BSW hat auf die Wahlprüfsteine des TBB nicht reagiert. Die Tierschutzpartei und Volt haben sich auf eigene Initiative an der Befragung beteiligt. Mehr zu den Wahlprüfsteinen, den Antworten der Parteien und unseren Forderungen ist unter folgendem Link zu finden.
🔗Der TBB veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl
 
Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt haben die Sorge, die wir angesichts des immer stärker werdenden Rechtsrucks haben und auch immer wieder zum Ausdruck bringen, noch einmal verstärkt. Die Tatsache, dass eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei mit 43,8% eindeutig als stärkste Kraft aus den Landtagswahlen hervorging, sollte für uns alle – Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – endlich ein Weckruf sein. Wichtig ist nun vor allem der Schutz der Zivilgesellschaft und der migrantischen Communities in Sachsen-Anhalt. In diesem Zusammenhang haben wir zur Solidarität mit der Zivilgesellschaft aufgerufen. 
🔗TBB: Solidarität mit der Zivilgesellschaft ist jetzt wichtiger denn je!
 
In Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD wohlmöglich die Regierung nicht bilden können, weil alle in den Landtag gezogenen demokratischen Parteien eine Koalition mit ihr ablehnen. Dennoch ist zu unterstreichen, dass die AfD auch dort mit 38,2 % stärkste Kraft geworden ist.
 
Und nun zu den Berliner Wahlen …
In Berlin hat die AfD einen Zuwachs von 7,2 % und ist mit 16,3 % drittstärkste Kraft. Damit ist sie auch im weltoffenen und vielfältigen Berlin eine sehr ernstzunehmende Gefahr. Das bringt für die zukünftige Koalition einen eindeutigen und unmissverständlichen Regierungsauftrag mit sich, zu dem insbesondere die gleichberechtigte politische und gesellschaftliche Teilhabe, ein konsequenter Schutz vor Rassismus und Diskriminierung, eine nachhaltige Demokratieförderung, die gerechte Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen sowie eine Politik, die die Lebensrealitäten einer vielfältigen Stadtgesellschaft berücksichtigt, gehören. Der TBB erwartet darüber hinaus, dass die neue Regierung die Arbeit der zivilgesellschaftlichen Organisationen stärkt und langfristig absichert. Gerade Organisationen, die Menschen bei Diskriminierung, sozialer Benachteiligung und Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen, sind für den demokratischen Zusammenhalt von großer Bedeutung. 
🔗Nach der Wahl: TBB fordert Berücksichtigung zentraler Anliegen in den Koalitionsverhandlungen
 
Apropos gesellschaftlicher Zusammenhalt …
Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei das Anwerbeabkommen, das die Anwerbung von Arbeitskräften aus der Türkei regelte. 65 Jahre später ist unübersehbar: Aus den sogenannten „Gastarbeiter*innen“ sind längst Nachbar*innen, Kolleg*innen, Unternehmer*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Politiker*innen und Bürger*innen dieses Landes geworden. Aus Arbeitsmigration ist Einwanderungsgesellschaft geworden. Wir fordern daher nicht nur Anerkennung, sondern auch eine klare und ehrliche Entschuldigung für das jahrzehntelange Versagen bei Teilhabe und Gleichberechtigung. Denn viele Angehörige der ersten Generation wurden bei ihrer Ankunft weitgehend sich selbst überlassen, mussten unter schwierigen und teilweise belastenden Bedingungen arbeiten und wurden mit Problemen und Herausforderungen allein gelassen, die bis heute nachwirken. 65 Jahre nach dem Anwerbeabkommen fordern wir deshalb nicht nur Anerkennung für die Generation, die dieses Land mit aufgebaut hat, sondern gleiche Rechte, gleiche Chancen und einen wirksamen Schutz vor Rassismus und Diskriminierung, sowohl für sie als auch  für ihre Nachkommen, die mittlerweile in der 3., 4. und sogar 5. Generation hier leben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner, Senatorin Cansel Kızıltepe und die Beauftragte für Partizipation, Integration und Migration Katarina Niewiedzial werden gemeinsam mit Migant*innenorganisationen, am 30. Oktober 2026 einen Festakt im Roten Rathaus zur Würdigung der ersten Generation veranstalten, bei dessen Vorbereitung der TBB aktiv mitwirkt.
 
Auch im letzten Quartal haben wir mit weiteren Pressemitteilungen auf andere aktuelle Ereignisse reagiert, die untenstehend aufgeführt sind.
 
Ebenfalls weiter unten gibt es Neuigkeiten aus unseren Projekten.
 
Mit solidarischen Grüßen
Ihr/Euer TBB-Vorstand


Inhalt

Aktuelles vom TBB
Pressemitteilungen
Aktuelles aus unseren Projekten
Veranstaltungshinweise
TBB in der Presse
Beratungsangebote


Aktuelles vom TBB

08.09.2026: Besuch von Betül Havva Yılmaz (AGH-Kandidatin der Partei Die Linke Neukölln) beim TBB


26.08.2026: Beim Sommerfest von Sevim Aydın (SPD, MdA) in ihrem Kiezbüro in der Wassertorstraße

26.08.2026: Heute hat uns Pia Voltz , Kandidatin der Partei Volt Berlin zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses in unserer Geschäftsstelle besucht

17.08.2026: Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft: Einblicke in unser Community-Picknick vom Samstag

25.07.2026: TBB beim CSD 2026


Pressemitteilungen


Aktuelles aus unseren Projekten

ADNB-Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin: Im November finden beim ADNB gleich drei Veranstaltungen statt, zu denen wir euch herzlich einladen möchten:
Direkt am 11. November findet unsere Vernetzungsveranstaltung in Kooperation mit der Fachstelle Gerecht:Behandelt – Gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen statt. Ziel ist es, dass sich Antidiskriminierungsberatungsstellen und Akteur*innen aus dem Gesundheitswesen kennenlernen und über ihre jeweiligen Arbeitsbereiche austauschen. Gleichzeitig möchten wir mehr Transparenz über bestehende Beschwerdewege und die Arbeit der Antidiskriminierungsberatung schaffen.
Am 21. und 22. November findet unser Workshop „Antidiskriminierung in der Kinder- und Jugendhilfe – rechtliche Grundlagen und praktische Umsetzung“ mit Charlotte Heyer und Hamza Barashed statt. Ziel des Schulungswochenendes ist es, die Handlungssicherheit im Umgang mit Diskriminierung im Arbeitsalltag der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken und mithilfe der Antidiskriminierungsgesetze Impulse für eine diskriminierungssensible Praxis zu geben. Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.
Ebenfalls im November laden wir am 28. und 29. November zum Seminar „Kritische Reflexion von Weißsein und transformatives Handeln gegen Rassismus“ ein. Der Workshop richtet sich an alle, die sich kritisch mit Rassismus und dem eigenen Weißsein beschäftigen möchten. Weißsein verstehen wir als einen sozialen Ort, der beschreibt, in einer rassistischen Gesellschaft wie z. B. in Deutschland (relativ) privilegiert zu sein und keine Rassismuserfahrungen zu machen.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen findet ihr auf unserer Website und bei Instagram. Für Fragen und Anmeldungen schreibt uns gerne an adnb@tbb-berlin.de.

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Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung II – BIbA II: Im dritten Quartal wurden die Beratungsangebote zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Rahmen des Projekts BIbA II kontinuierlich fortgeführt. Die Beratungen fanden mittwochs im Rahmen der offenen Sprechstunde sowie dienstags und freitags jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr telefonisch statt. Ergänzend zu den berlinweiten virtuellen Fallbesprechungen für Mitarbeitende der Arbeitsverwaltung und den mobilen Beratungsangeboten im Willkommenszentrum wurden Tandemberatungen gemeinsam mit Mitarbeitenden der jeweiligen Agenturen für Arbeit und Jobcenter durchgeführt. Darüber hinaus fanden zwei Informationsveranstaltungen statt: eine im Jobcenter Marzahn-Hellersdorf und eine weitere im Online-Format für Mitarbeitende der Agentur für Arbeit Berlin Mitte. Im Rahmen der Steuerungsrunde der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit wurde zudem über den aktuellen Projektverlauf informiert. Anschließend wurde der fachliche Austausch mit anderen AQB fortgeführt, um Erfahrungen zu teilen, aktuelle Entwicklungen zu besprechen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
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Fachstelle Arbeitsmarkt und Antidiskriminierung (FAMAD) : Im vergangenen Quartal hat sich FAMAD weiterhin im Bündnis „AGG Reform – Jetzt!“ für eine umfassende Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes eingesetzt. Aktuell ruft das Bündnis mit einer Petition auf WeAct/Campact dazu auf, den Diskriminierungsschutz wirksam zu stärken – unter anderem durch längere Fristen, ein Verbandsklagerecht und das Schließen bestehender Schutzlücken. Wir freuen uns über jede Unterschrift und Unterstützung der Petition!
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem fachlichen Austausch und der Vernetzung. Gemeinsam mit dem bridge – Berliner Netzwerke für Bleiberecht veranstaltete FAMAD einen Fachaustausch zum Thema „Diskriminierungsschutz von Menschen mit befristeten oder unsicheren Aufenthaltstiteln“. In einem weiteren Fachaustausch unter dem Titel „Zwischen Qualitätsanspruch und Ressourcenrealität: Antidiskriminierungsberatung unter veränderten Bedingungen“ diskutierten Beratungsstellen über steigende fachliche Anforderungen, komplexer werdende Beratungsfälle und die Grenzen professioneller Beratung angesichts knapper personeller und finanzieller Ressourcen.
Darüber hinaus war FAMAD bei den Lunch Talks von RINWA SERVICES mit einem Beitrag zu Antidiskriminierung in der Arbeitswelt vertreten, führte einen Workshop zur Entwicklung eines Code of Conduct durch und tauschte sich in verschiedenen Vernetzungstreffen mit Fachstellen, Beratungsstellen und Arbeitgeber*innen aus.
Auch personell stehen Veränderungen an: Da die Projektleitung in Elternzeit geht, schreibt FAMAD zum 1. Dezember 2026 eine Stelle als Projektmitarbeiter*in in Elternzeitvertretung aus.
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FairMieten-FairWohnen: Auch im 3. Quartal 2026 hat das Beratungsteam der Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt Menschen, die bei der Wohnungssuche oder beim Wohnen eine Diskriminierung wahrnehmen, eng begleitet. Wir werden auch in diesem Jahr sicherlich unser Ziel von mindestens 180 Beratungsanfragen erreichen.
Höhepunkte dieses Quartals waren der Fachdialog zum Thema „Nachbarschaftsstreitigkeiten“, in dem wir unter Federführung von dem Arbeitsbereich Strategie und Vernetzung der ASUM GmbH mit unterschiedlichen Akteuren über Lösungsmöglichkeiten gesprochen haben und ein Interview mit TRT-World über die Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt in Berlin.     
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Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ): Der Bereich Freiwilligendienste ist zum 1. September in den neuen Jahrgang gestartet:
Rund 120 junge Menschen leisten unter Trägerschaft des TBB ihren Dienst in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Schulen und weiteren sozialen Einrichtungen zur Unterstützung anderer.
Für den neuen Jahrgang gibt es wieder ein spezielles Tarifangebot des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg mit einem von den Bundesländern Berlin und Brandenburg bezuschussten Monatsticket.
Der Taschengeldzuschuss des Landes Berlin im FSJ in Höhe von bis zu 200,00 Euro monatlich konnte in Abstimmung des Landesarbeitskreises FSJ in Berlin mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bis Jahresende gesichert werden.
Themen der für 2026-27 geplanten Bildungsseminartage sind unter anderem Digitalisierung, Sexualisierte Gewalt, Anti-Ableismus und Empowerment.
Informationen zum FSJ beim TBB und die Möglichkeit der Bewerbung finden sich unter [ https://www.fsj-bfd-berlin.de/ ].
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KoPa: Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation: Im Projekt KoPa (Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation) war vom Sommerloch wenig zu spüren und so konnten im letzten Quartal mehrere Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Ein AGORA-Treffen zwischen der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege und Migrant*innenorganisationen (MO) mit Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsfürsorge schloss an unseren Jahresschwerpunkt aus dem letzten Jahr an und trug dazu bei Kontakte, Wissenstransfer und Austausch auch nachhaltig zu befördern. Ein weiteres Treffen fand unter großer Beteiligung und mit regem Austausch zwischen der migrantischen Zivilgesellschaft und Vertreter*innen der Berliner Landeszentrale für politische Bildung statt. In beiden Treffen gab es neben neuen Kontakten und inhaltlichem Austausch auch konkrete Hinweise für die MO zu Förderprogrammen und Zielsetzungen Ihrer Ansprechpartner auf Seiten des Landes Berlin.
Ein KoPa-Austauschforum im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahlen beschäftigte sich damit wie MO Wahlberechtigte in ihren Zielgruppen zur Wahlbeteiligung aktivieren können, was die AGH-Wahlen für die Zivilgesellschaft bedeuten und worauf man als gemeinnützige Organisation insbesondere in Wahlkampfzeiten in Bezug auf parteipolitische Neutralität achten sollte.
Nicht zuletzt war das vergangene Quartal für unser KoPa-Team geprägt durch den Austausch mit vielen Initiator*innen unserer diesjährigen Kaleidoskop-Projekte. Es begeistert uns immer wieder zu sehen, wie die von der Jury ausgewählten Projektnehmer*innen mit vergleichsweise geringem Budget aber viel Engagement ihre Ziele verfolgen und Zielgruppen erreichen! In zahlreichen Projektmonitorings konnten wir Tipps zur Projektdurchführung geben, Einblicke in die Formate der unterstützten MO gewinnen und unsere Partner*innen hoffentlich zu weiteren Projekten über Kaleidoskop hinaus motivieren.
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Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft: Nach unserem Picknick am 15. August, zu dem alle Queers und ihre Angehörigen eingeladen waren und an dem auch Senatorin Cansel Kızıltepe teilnahm, bereitet sich unser Projekt nun auf die im Oktober startenden Supportgruppen vor.
Alle weiteren Beratungs-, Veranstaltungs- und Unterstützungsangebote unseres Projekts laufen wie gewohnt weiter.
Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen finden Sie auf den Instagram– und Linktree-Kanälen des Projekts.
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Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk (NIIN): Im 3. Quartal 2026 setzte die Berliner NIIN-Gruppe die praktische Informations- und Bildungsarbeit mit den beteiligten Multiplikator*innen fort. Insgesamt fanden zwölf selbstorganisierte Informationsveranstaltungen und Exkursionen statt. Thematisch reichten diese von der elektronischen Patientenakte, nachhaltiger Haushaltsführung und Energieverträgen über Repair Cafés und nachhaltiges Kochen bis hin zu Ausstellungen und Exkursionen zu den Themen Meer, Wasser und nachhaltige Stadtentwicklung. Ergänzend wurden die letzten beiden Berliner NIIN-Videoclips produziert und online gestellt, darunter ein türkischsprachiger Beitrag zur Exkursion ins Klärwerk Ruhleben und ein Beitrag zur Wasserklärung in Berlin: https://youtube.com/playlist?list=PLy37zHEeiLdnY1B_4Ye7aVEFEirx44K7j&si=5Ej8SvcK_mn4aZeh.
Am 13. November findet unser abschließender Fachtag „Morgen schon heute leben – interkulturell, informiert, nachhaltig“ statt. Falls Interesse an einer Teilnahme besteht, kann gerne in unserer Geschäftsstelle angerufen und eine Mailadresse hinterlegt werden. Wir würden dann gerne zum Fachtag einladen.
Mehr zu unserem Projekt unter https://www.verbraucher-plus.de/Projekt/NIIN/de/Aktuelles/

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Siyasi katılım – Politische Partizipation: Das von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung geförderte Projekt zur Community-orientierten politischen Bildung hatte in diesem Jahr unter anderen die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus sowie die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September in den Fokus genommen. Hier wurden Postkarten mit Informationen zur Wahl verteilt , Neuwähler:innen angesprochen, symbolische Wahlen für Berliner:innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit durchgeführt sowie Wahlprüfsteine an Parteien gesandt und deren Antworten ausgewertet.
Die Antworten der Parteien sowie eine grafisch aufbereitete Übersicht sind unter [ https://www.tbb-berlin.de/wahlprufsteine-zur-berliner-abgeordnetenhauswahl ] einzusehen.
Am 12.09. bzw. 13.09. fanden Informationsveranstaltungen bei Puduhepa e.V. und in der Dersim Kulturgemeinde Berlin e.V. statt.
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WA Service: In diesem Quartal fanden im Projekt WA Service die ersten Informationsveranstaltungen, – schulungen und Beratungen für KMU in Berlin statt. Mit Unternehmen und weiteren Arbeitsmarktakteur*innen tauschten wir uns im Rahmen dessen über die Themen Onboarding, Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen und faire internationale Fachkräfterekrutierung aus. Auf besonders viel Interesse stieß außerdem unsere Schulung zum Thema „Diskriminierung im Arbeitskontext erkennen und handeln“, die wir in Kooperation mit der Fachstelle Arbeitsmarkt und Antidiskriminierung (FAMAD) des TBB durchführten. Für den Herbst hat das Projekt außerdem wichtige Kontakte zu Innungen, Arbeitgeberverbänden und anderen verwandten Projekten hergestellt. In Kooperation mit dem Bereich Weiterbildung und Fachkräfte der IHK Berlin wird am 20. Oktober eine Veranstaltung zum Thema „Kraft der Sprache: Erfolgreiche Kommunikation in interkulturellen Teams“ stattfinden. Außerdem führen wir unsere regulären kostenlosen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen durch. Mehr Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Projektseite unter: WA Service – TBB-Berlin.
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Zero Waste Voices – Vielsprachigkeit für Wertstoffrecycling: Das Projekt „Zero Waste Voices – Vielsprachigkeit für Wertstoffrecycling“ hat die erste Projekthälfte erfolgreich abgeschlossen. Anfang September fand die neunte und damit abschließende Qualifizierungseinheit statt.
Im Mittelpunkt standen die Themen migrantische Selbstorganisation und Empowerment. Die Vorstandssprecherin Ayse Demir gab den Teilnehmenden wertvolle Impulse und Einblicke in die Arbeit migrantischer Organisationen. Dabei wurden die Multiplikator*innen darin bestärkt, ihre Rolle selbstbewusst wahrzunehmen und ihr Wissen zu Abfalltrennung, Recycling und Ressourcenschonung in ihre Communities weiterzugeben.
Das Projektteam begleitet die Freiwilligen nun bei der Planung und Durchführung vielfältiger Sensibilisierungsformate. So entstehen Informationsangebote, die sich an unterschiedliche Sprachcommunities richten und einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Umweltthemen ermöglichen.


Veranstaltungshinweise

1. Selbsthilfegruppe für Angehörige von Queers

21.10.2026, 17:00 Uhr
Oranienstr. 53, 10969 Berlin – TBB

  • Peerberatung mit Co-Moderation von Ayşe Demir
  • Input zum Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)

Keine Anmeldung erforderlich.
Nur für Angehörige und Verbündete von LSBTIQA+-Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung.

2. Queer Support Group

22.10.2026, 17:00–20:30 Uhr

  • Peerberatung
  • Input vom Projekt „Politische Beteiligung“: Unsere Rechte auf gesellschaftliche und politische Teilhabe – insbesondere im Hinblick auf Meinungsfreiheit sowie Versammlungs- und Demonstrationsrecht
  • Input des Juristen Umut Rojda Yıldırım: Türkisches Recht
  • Interviews aus der Interviewserie „Queers in der Migrationsgesellschaft“: Gazino Neukölln & Burcu Lina

3. Queer Support Group (Sonderntreffen)

28.10.2026, 18:00 Uhr

  • Workshop von Atiye Lila: Lubunca
  • Input zum Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)

Die Queer Support Group richtet sich an queere Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichteund findet in den Räumlichkeiten des TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin, statt.
Für die Anmeldung bitte eine E-Mail an meine-familie@tbb-berlin.de senden
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Dialogtag der achten Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (LKMO)
“Gesellschaft gemeinsam gestalten! Ein Dialogtag für Migrant*innenorganisationen, Verwaltung und Politik”

17.11.2026, ab 10:00 bis 17:30 Uhr (Registrierung bis 10:45 Uhr)

Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstr. 22 – 24, 10623 Berlin

Anmeldung: https://eveeno.com/347865077
Infos: lkmo@tbb-berlin.de

Der Dialogtag richtet sich an Migrant*innenorganisationen sowie an Akteuri*nnen aus Politik und Verwaltung und weitere Interessierte.


TBB in der Presse


Beratungsangebote

Beratungsangebote – TBB-Berlin

  • Allgemeine Beratung zu Visa, Staatsbürgerschaft und aufenthaltsrechtlichen Fragen
  • Beratung zu sozial- und medizinrechtlichen Fragen
  • Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen 
  • Beratung zum Türkischen Recht
  • Beratungsstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung
  • Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung – BIbA II
  • Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt (Fair Mieten – Fair Wohnen)
  • Erst- und Verweisberatung für queere (LGBTI+) Personen mit eigener / familiärer Migrationsgeschichte und deren Angehörige
  • Allgemeine Beratung für Trans*, Inter* und Nicht-Binäre Menschen

Nach der Wahl: TBB fordert Berücksichtigung zentraler Anliegen in den Koalitionsverhandlungen


Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026 richtet der TBB seine Erwartungen an die Parteien, die nun über die Bildung einer neuen Berliner Regierung verhandeln werden.

Der TBB fordert die an den Koalitionsverhandlungen beteiligten Parteien auf, die zentralen Anliegen einer vielfältigen und von Einwanderung geprägten Stadtgesellschaft verbindlich in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Der TBB hatte bereits im Vorfeld der Wahl Wahlprüfsteine zu zehn gesellschaftspolitischen Themenfeldern erarbeitet und seine Positionen gegenüber den Parteien deutlich gemacht: 🔗Der TBB veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl – TBB-Berlin

„Mit der Wahl ist die politische Arbeit nicht beendet – im Gegenteil: Jetzt beginnt die Verantwortung der Parteien, ihre politischen Versprechen in konkrete Politik zu übersetzen. Wir erwarten von den Parteien, die über eine Regierungsbildung verhandeln, dass sie die Anliegen der Berliner*innen mit Migrationsgeschichte ernst nehmen und unsere Forderungen in den Koalitionsverhandlungen berücksichtigen“, erklärt Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Aus Sicht des TBB gehören insbesondere die gleichberechtigte politische und gesellschaftliche Teilhabe, ein konsequenter Schutz vor Rassismus und Diskriminierung, eine nachhaltige Demokratieförderung, die gerechte Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen sowie eine Politik, die die Lebensrealitäten einer vielfältigen Stadtgesellschaft berücksichtigt, zu den zentralen Aufgaben der kommenden Legislaturperiode.

„Berlin ist eine Einwanderungsstadt. Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte gestalten diese Stadt gemeinsam. Das muss sich auch in den politischen Prioritäten der zukünftigen Regierung widerspiegeln“, so Demir.

Der TBB erwartet darüber hinaus, dass die neue Regierung die Arbeit der zivilgesellschaftlichen Organisationen stärkt und langfristig absichert. Gerade Organisationen, die Menschen bei Diskriminierung, sozialer Benachteiligung und Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen, seien für den demokratischen Zusammenhalt von großer Bedeutung.

„Wir brauchen eine Politik, die nicht nur über Teilhabe spricht, sondern strukturelle Voraussetzungen für gleichberechtigte Teilhabe schafft. Dazu gehören eine starke Antidiskriminierungspolitik, eine verlässliche Förderung der Zivilgesellschaft und echte politische Beteiligungsmöglichkeiten für alle Menschen, die hier leben“, erklärt Demir.

Der TBB wird die anstehenden Koalitionsverhandlungen aufmerksam begleiten und die politischen Akteur*innen an ihren Aussagen und Vereinbarungen messen.

„Der Koalitionsvertrag muss konkrete und überprüfbare Verbesserungen für eine diskriminierungsfreie, demokratische und vielfältige Stadtgesellschaft enthalten“, so Demir abschließend.

Der TBB veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl


Um Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte fundiert bei ihrer demokratischen Wahlentscheidung zu unterstützen und einen Beitrag zur politischen Willensbildung zu leisten, hat der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) Wahlprüfsteine erstellt und acht Parteien zur Beantwortung vorgelegt.

Berücksichtigt wurden Parteien, die derzeit im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten sind oder Aussicht auf einen Einzug in das Abgeordnetenhaus haben. Das BSW hat auf die Wahlprüfsteine des TBB nicht reagiert. Die Tierschutzpartei und Volt haben sich auf eigene Initiative an der Befragung beteiligt.

Der Fragenkatalog umfasst zehn gesellschaftspolitische Themenfelder, die für eine vielfältige Einwanderungsgesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Die Antworten der beteiligten Parteien werden in einer vergleichenden Übersicht 🔗 gegenübergestellt.

Im Sinne politischer Neutralität veröffentlicht der TBB darüber hinaus sämtliche Rückmeldungen der Parteien 🔗 in einer Langfassung vollständig und unredigiert im jeweiligen Originalwortlaut.

Der TBB hat im Rahmen seiner politischen Arbeit eigene Positionen 🔗 zu den abgefragten Themenbereichen erstellt und wird diese Forderungen an die zukünftige Regierung im Berliner Abgeordnetenhaus adressieren.

Wir möchten damit eine informierte und selbstbestimmte demokratische Wahlentscheidung ermöglichen und zur politischen Auseinandersetzung über die zentralen Zukunftsfragen unserer Stadt beitragen.

Der TBB freut sich auf eine rege demokratische Beteiligung seiner Mitglieder und der Leser*innen.

Besuch von Betül Havva Yılmaz (AGH-Kandidatin der Partei Die Linke Neukölln) beim TBB

Am 08. September 2026 hat uns Betül Havva Yılmaz besucht. Für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 tritt sie als Kandidatin auf der Liste der Partei die Linke Neukölln an.

Es wurden über Themen wie bezahlbare Mieten und Berliner Wohnungspolitik sowie über den stärker werdenden Rechtsruck auch bei uns in Berlin ausgetauscht.

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektmitarbeiter*in (Beratung) in Teilzeit mit einem Stellenumfang von 21,4 Stunden (vorerst befristet bis zum 31.12.2027)


Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) ist ein überparteilicher, überkonfessioneller und demokratischer Dachverband von Organisationen und Einzelpersonen aus Berlin und Brandenburg. Der TBB sieht sich primär als Interessenvertretung, ist aber zugleich sozialer Träger, mit spezifischen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten. Weiterführende Informationen zum Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg finden Sie unter www.tbb-berlin.de.

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB des TBB) setzt sich für die soziale, rechtliche und politische Gleichbehandlung für in Berlin lebende Menschen, die rassistische, damit zusammenhängende aber auch darüber hinaus greifende Diskriminierungserfahrungen machen (People of Color bzw. Schwarze Menschen, Muslime, Romnja*, Sintezza*, Jüdinnen und Juden, Menschen mit Migrationsgeschichte, Fluchterfahrung und/oder andere) ein. Wir beraten und unterstützen diese bei Diskriminierung sowohl psychosozial als auch auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und Landes Antidiskriminierungsgesetzes (LADG). Das ADNB bringt sich auch in politische Prozesse zur nachhaltigen Verbesserung der Situation unserer Zielgruppe ein. Darüber hinaus koordiniert das ADNB ein Interdisziplinäres Beratungsnetzwerk und führt Workshops, Seminare und Trainings durch. Weitere Informationen finden Sie unter www.adnb.de.

Aufgabengebiete

  • Beratung und Begleitung von Ratsuchenden nach den Beratungsstandards des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd)
  • Bearbeitung und Dokumentation der Diskriminierungsfälle
  • Analyse und Bewertung der Rechtslage und ggfs. Begleitung von Klagen als Beistand nach § 23 AGG und dem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)
  • Zuarbeit an die Projektleitung für Berichte, Publikationen u.ä.
  • Organisation und Mitarbeit bei der Durchführung von einzelnen Projektbereichen (Veranstaltungen, Workshops, Vernetzung u.a.)
  • Teilnahme an Teamsitzungen, Supervision, Gremien, Fachveranstaltungen
  • Betreuung von Rechtsreferendar*innen

Anforderungsprofil

Zwingend notwendig

  • Volljuristische Qualifikation (Zweites Juristisches Staatsexamen)
  • persönliche und theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus, Empowerment
  • sicheres Auftreten, sehr gute Kommunikationsfähigkeit, stark ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, analytisches und strategisches Denken
  • Teamfähigkeit und die Fähigkeit zu selbständiger und strukturierter Arbeitsweise
  • Sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sowie beratungssichere Kenntnisse in Englisch und/oder auch in weiteren Sprachen

Wünschenswert

  • Kenntnisse des rechtlichen Antidiskriminierungsschutzes im allgemeinen und konkret des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und dem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG)
  • Beratungskompetenz und -erfahrung
  • Kenntnisse und Erfahrung in der Netzwerkarbeit und Arbeit mit Multiplikator*innen

Wir bieten Ihnen:

  • Einbindung in ein erfahrenes, interdisziplinäres und transkulturelles Team in einer Migrant*innenorganisation
  • Berliner und bundesweites Netzwerk an Antidiskriminierungsakteur*innen
  • regelmäßige Fall- und Teamsupervision
  • die Möglichkeit eigene Kompetenzen und Wissen kontinuierlich zu erweitern
  • die Möglichkeit eigene Interessen im Bereich Antidiskriminierung einzubringen
  • Homeoffice mindestens 1 Mal in der Woche
  • eine Vergütung angelehnt an TV-L E 11

Aufgrund der speziellen Projektanforderungen und -inhalte rufen wir insbesondere Menschen mit Diskriminierungserfahrungen und von Mehrfachdiskriminierung betroffene Personen zur Bewerbung auf!

Bitte beachten Sie, dass die Finanzierung des Projekts bis Ende 2027 gesichert ist. Die Weiterführung der Stelle darüber hinaus ist vorbehaltlich der weiteren Förderung des Projekts ADNB, mit der jedoch von Seiten des Trägers gerechnet wird.

Der TBB führt ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch. Bitte nutzen Sie für Ihre Bewerbung ausschließlich die hier angehängte Vorlage!

Das ausgefüllte Bewerbungsformular senden Sie bis zum 22.09.2026 bitte bevorzugt per Mail und mit der Angabe des Betreffs „Beratung ADNB“ an:

bewerbung@tbb-berlin.de

oder per Post an:

Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
Stichwort: Bewerbung ADNB
Oranienstr. 53
10969 Berlin

TBB: Solidarität mit der Zivilgesellschaft ist jetzt wichtiger denn je!


Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erklärt sich der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) solidarisch mit den Nichtregierungsorganisationen, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, die sich tagtäglich für Demokratie, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und ein solidarisches Zusammenleben einsetzen.

Das Wahlergebnis zeigt aus Sicht des TBB, wie wichtig eine starke und unabhängige Zivilgesellschaft ist. Gerade Organisationen, die sich gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung engagieren und betroffene Menschen beraten und unterstützen, leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den demokratischen Zusammenhalt.

„NGOs und zivilgesellschaftliche Initiativen sind ein Rückgrat unserer Demokratie. Sie stehen Menschen zur Seite, die Rassismus und Diskriminierung erfahren, und schaffen Räume für Teilhabe und Zusammenhalt. Gerade jetzt brauchen sie unsere Solidarität – und keine politischen Angriffe oder Einschüchterungsversuche“, erklärte Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Der TBB fordert demokratische Parteien auf, die Arbeit der Zivilgesellschaft geschlossen zu schützen und dauerhaft abzusichern. Dazu gehören eine verlässliche Finanzierung, politische Rückendeckung und ein klares Eintreten gegen rassistische und menschenverachtende Anfeindungen.

„Wenn demokratische Strukturen unter Druck geraten, darf die Antwort nicht der Rückzug sein. Wir müssen diejenigen stärken, die sich jeden Tag für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen“ so Demir.

Der TBB steht solidarisch an der Seite der NGOs und Initiativen in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Eine demokratische Gesellschaft lebt von Menschen und Organisationen, die sich einmischen, widersprechen und Verantwortung übernehmen.

Rechtsberatung zum Türkischen Recht wieder mittwochs beim TBB

Türk Hukuku Danışmanlığı yeniden her çarşamba TBB’de | Legal Advice on Turkish Law every Wednesday at TBB


Rechtsberatung zum Türkischen Recht wieder mittwochs beim TBB

Ab dem 09.09.2026 bietet der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) wieder regelmäßig seine Rechtsberatung zum Türkischen Recht an.

Die Beratung findet jeden Mittwoch in den Räumen des TBB in der Oranienstraße 53 statt.

Bitte beachten Sie die geänderte Beratungszeit:
Die Rechtsberatung findet ab sofort mittwochs von 12:00 bis 14:00 Uhr statt.

Wann: jeden Mittwoch, 12:00–14:00 Uhr
Wo: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Türk Hukuku Danışmanlığı yeniden başlıyor

09.09.2026 tarihinden itibaren Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) tarafından sunulan Türk Hukuku Danışmanlığı yeniden düzenli olarak gerçekleştirilecektir.

Danışmanlık her çarşamba TBB’nin Oranienstraße 53 adresindeki merkezinde yapılacaktır.

Lütfen değişen danışmanlık saatine dikkat ediniz:
Türk Hukuku Danışmanlığı bundan böyle her çarşamba 12:00–14:00 saatleri arasında gerçekleştirilecektir.

Ne zaman: Her çarşamba, 12:00–14:00
Nerede: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

Randevu gerekmemektedir.


Legal Advice on Turkish Law

Starting on 9 September 2026, the Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) will once again regularly offer legal advice on Turkish law.

The consultation will take place every Wednesday at the TBB office at Oranienstraße 53.

Please note the new consultation hours:
The consultation will now take place every Wednesday from 12:00 to 14:00.

When: Every Wednesday, 12:00–14:00
Where: TBB, Oranienstr. 53, 10969 Berlin

No appointment is required.

Podiumsdiskussion zur Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026



Am 31. August 2026 hat die gemeinsame Podiumsdiskussion der Alevitischen Gemeinde zu Berlin und des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (TBB) in den Räumlichkeiten der Alevitischen Gemeinde zu Berlin stattgefunden, an der Elif Eralp (die Linke), Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen), Steffen Krach (SPD) und Kurt Wansner (CDU) teilgenommen haben. Nach der Begrüßungsrede von Kadir Şahin, 2. Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde zu Berlin, der betonte, dass sowohl die Alevitische Gemeinde zu Berlin als auch der TBB sich als Teil der Berliner Stadtgesellschaft verstehen und entsprechend bei allen Fragen, die Berlin insgesamt bewegen, auch mitsprechen möchten, hat Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB, in ihrer Begrüßungsrede u.a. Folgendes ausgeführt: „Es kommen zunehmend Menschen zu uns, die mittlerweile Angst um die Zukunft ihrer Kinder haben. Und deshalb sind diese Wahlen wichtig und richtungsweisend. Es geht nicht nur um Mehrheiten, sondern um Werte, die unser gemeinsames Zusammenleben tragen. Denn Demokratie lebt von Gleichberechtigung, Würde und Teilhabe – unabhängig von Herkunft oder Religion. Es geht auch bei der Berliner Wahl um eine wichtige Frage: Wie wollen wir zukünftig miteinander leben? In einer Gesellschaft, in der Vielfalt als Stärke akzeptiert wird, in der Solidarität und Respekt zählt. Oder lassen wir zu, dass Hass, Ausgrenzung und Spaltung immer stärker werden? Ich denke, für uns ist klar: Wir wollen eine demokratische Gesellschaft. Eine Gesellschaft für alle.“
Anschließend wurde die Podiumsdiskussion von Deniz Yıldırım-Caliman, Generelsekretärin der Alevitischen Gemeinde zu Berlin eröffnet und moderiert. Die Spitzenkandidat*innen der Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke sowie der Wahlkreiskandidat der CDU haben in den einführenden Statements ihre Visionen für Berlin erläutert. Ein wichtiger Themenblock war bezahlbare Mieten und Wohnen, zu dem die Podiumsteilnehmenden ihre unterschiedlichen Lösungsansätze darlegten. Darüberhinaus wurde über Verarmung, Probleme im Bildungsbereich und über Einbürgerung gesprochen. Ebenfalls wurde Wahlrecht für Alle als Forderung hervorgehoben.