„Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle.“ – dieses Motto macht deutlich, worum es geht: Diversity ist kein Selbstzweck, sondern ein Gewinn für unsere gesamte Gesellschaft. Eine Arbeitswelt, die Vielfalt anerkennt, schützt und fördert, ist gerechter, innovativer und widerstandsfähiger.
Dafür braucht es mehr als Worte: Diversity muss strukturell verankert und täglich gelebt werden – unabhängig von Herkunft, Religion, geschlechtlicher Identität, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung oder sozialem Status.
Öffentliche Einrichtungen stehen dabei in besonderer Verantwortung, ihre Vorbildfunktion aktiv wahrzunehmen. Gleichzeitig erwarten wir auch von Unternehmen eine klare Haltung: Vielfalt darf nicht zur Verhandlungsmasse werden – auch nicht in herausfordernden Zeiten.
Der TBB gehört zu den Unterzeichnenden der Charta der Vielfalt und bekennt sich klar zu diesen Werten. Denn Fakt ist: Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle.
Das aktuelle Jahresgutachten des Sachverständigenrats für Integration und Migration bestätigt, was viele Menschen mit Migrationsgeschichte seit Jahren erleben: Der Zugang zu bezahlbarem und menschenwürdigem Wohnraum ist für sie besonders erschwert. Neueingewanderte leben häufiger in überbelegten Wohnungen, zahlen einen höheren Anteil ihres Einkommens für Miete und sind überdurchschnittlich von Wohnungslosigkeit betroffen.
Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) sieht darin nicht nur eine soziale Schieflage, sondern auch ein partizipations- und gesellschaftspolitisches Versagen.
„Wohnen ist ein Grundrecht und Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Wer auf dem Wohnungsmarkt systematisch benachteiligt wird, erlebt Ausgrenzung im Alltag“, erklärt Remzi Uyguner, Vorstandsmitglied des TBB.
Gerade in Ballungsräumen wie Berlin verschärfen steigende Mieten, fehlender sozialer Wohnungsbau und strukturelle Diskriminierung die Situation vieler migrantischer Familien. Menschen mit Einwanderungsgeschichte verfügen im Durchschnitt über weniger Wohnfläche und haben schlechtere Chancen auf Eigentum oder langfristig stabile Mietverhältnisse.
Der TBB fordert daher u.a. einen massiven Ausbau des sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus, wirksamere Maßnahmen gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, stärkeren Mieter*innenschutz und konsequente Begrenzung von Mietsteigerungen sowie gezielte Unterstützung für einkommensschwache Familien und Neueingewanderte.
Am gestrigen Dienstag (12.05.2026) hat der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), den Türkischen Bund in Berlin Brandenburg (TBB) besucht. In einem gemeinsamen Rundgang in den Räumlichkeiten des TBB in der Oranienstraße 57 und in der Geschäftsstelle Oranienstraße 53 konnte der TBB dem Regierenden den überwiegenden Teil seiner Projekte vorstellen.
Anschließend hatte der Vorstand des TBB in einem offenen, intensiven und konstruktiven Gespräch die Gelegenheit, die Vereinsgeschichte darzulegen und sich mit dem Regierenden über die jeweiligen politischen Positionen und Erwartungen auszutauschen. Einigkeit herrschte schnell darüber, dass der stärker werdende Rechtsextremismus auch in Berlin eine ernstzunehmende Bedrohung ist und dass das gemeinsame Ziel ein friedliches Berlin ist, in dem niemand ausgegrenzt und der gesellschaftliche Zusammenhalt gewährleistet wird.
Weiterhin hat der TBB seine langjährige Forderung, durch ein Landesdemokratiefördergesetz die zivilgesellschaftlichen Organisationen im gemeinsamen Kampf gegen Rechtsextremismus auf eine solide gesetzliche Grundlage zu stellen, bekräftigt. Weitere Themen waren unter anderem die Schaffung vom bezahlbaren Wohnraum in Berlin, Sprachentwicklung der Kinder im Vorschulalter sowie der notwendige Bürokratieabbau bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen.
Der TBB bedankt sich bei dem Regierenden Bürgermeister von Berlin herzlich für den Besuch und den Austausch.
Auch wenn wir nicht alle seine Standpunkte teilen, gratulieren wir Cem Özdemir herzlich und wünschen ihm ein gutes Gelingen. Nach 65 Jahren Arbeitsmigration aus der Türkei wurde zum ersten Mal ein Nachkomme der Arbeitsmigrant*innen zum Ministerpräsidenten eines Bundeslandes der Bundesrepublik gewählt.
Auch wenn wir nicht alle seine Standpunkte teilen, gratulieren wir Cem Özdemir herzlich und wünschen ihm ein gutes Gelingen.
„81 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus sehen wir: Rassismus ist wieder laut, sichtbar und politisch wirksam. Was lange als Tabu galt, wird heute normalisiert.
Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung. Denn der 8. Mai steht für die Befreiung von Menschenverachtung, Faschismus und Gewalt – und erinnert uns daran, dass Demokratie aktiv verteidigt werden muss.
Es reicht schon lange nicht mehr, nur zu mahnen. Politik und Gesellschaft müssen klar Haltung zeigen: gegen Rassismus, gegen Ausgrenzung, gegen jede Verschiebung nach rechts.
Wer versucht, rassistische Positionen zu relativieren, zu übernehmen oder gar zu überholen, stärkt sie nur.
Der Tag der Befreiung ist ein Auftrag: entschieden für Menschenwürde, Solidarität und eine offene Gesellschaft einzustehen – jeden Tag.“
Her yıl Nisan ayında Berlin’deki vakıflar ve kar amacı gütmeyen sivil toplum kuruluşları (STK), Berlin Vakıflar Haftası’na katılarak on gün boyunca yürüttükleri çalışmaları, projeleri ve başarılarını kamuoyuna sunmaktadır.
Bu yıl Vakıflar Haftası, “Warum die Zukunft uns braucht?” (Gelecek neden bize ihtiyaç duyuyor?) sloganı altında gerçekleştirilmektedir.
Göçmen kökenli bir sivil toplum kuruluşu olan TBB de eğitim, ayrımcılıkla mücadele, katılım, tüketici eğitimi, çevre ve sosyal politika alanlarındaki projeleriyle; ırkçılığa karşı ve toplumun her alanında eşit katılımın sağlanmasına yönelik faaliyetlerini Berlin Vakıflar Haftası kapsamında, 22 Nisan 2026 tarihinde Oranienstr. 53, 10696 Berlin adresindeki ofisinde düzenlediği Tanıtım Günü’nde ziyaretçilerle paylaştı.
Tanıtım Günü hakkında bilgi veren Berlin Brandenburg Türkiye Toplumu (TBB) Yönetim Kurulu Sözcüsü Ayşe Demir, “Çalışmalarımız yoğun ilgiyle karşılandı, güzel sohbetler gerçekleşti. Ziyaretçiler ve kurum temsilcileriyle yeni tanışıklıklar kuruldu; iş birliği olanakları ve hatta ortak proje fikirleri konuşuldu.” dedi.
Yoğun geçen bu tanıtım gününün ardından, bize bu imkânı sunan Vakıflar Haftası organizatörlerine ve tüm ziyaretçilerimize çok teşekkür ederiz.
20 Eylül 2026 tarihinde yapılacak Berlin Eyalet Parlamentosu seçimlerinde Sosyal Demokrat Parti’nin (SPD) Eyalet Başbakan adayı Steffen Krach beraberinde Berlin Eyalet Parlamenterleri Bettina König ve Orkan Özdemir ile Berlin Brandenburg Türkiye Toplumu’nu(TBB) 8 Nisan Çarşamba günü ziyaret etti. Steffen Krach ve Bettina König’in Mayıs ayında toplanacak SPD Berlin Eyalet Kurultay’ında SPD Berlin Eyalet Örgütü’ne Eşbaşkan seçileceklerine kesin gözüyle bakılıyor.
Sıcak bir ortamda yapılan toplantıda ilk olarak TBB Yönetim Kurulu sözcüsü Ayşe Demir kurumu tanıttı ve siyasi çalışmalar ve projeler konusunda bilgi verdi. Özellikle TBB’nin artık sadece göç konuları ile değil toplumu ilgilendiren her konu (örneğin Tüketici Hakları ve Çevre Koruma) ile ilgili çalışmalar yaptığı ve kendini giderek bir İnsan Hakları Derneği olarak tanımladığı vurgulandı.
Daha sonra Steffen Krach kendini tanıttı ve özellikle Berlin’de bir dönem Müsteşar olarak çalıştığını, dolayısıyla Berlin’i yakından tanıdığını vurguladı.
Ardından TBB Yönetim Kurulu‘nun, çalışanlarının ve çok sayıda üyesinin katıldığı kapsamlı ve yapıcı bir görüş alışverişi gerçekleşti. Giderek artan ırkçı aşırı sağın demokrasimiz için büyük bir tehlike oluşturduğu konusunda katılımcılar hemfikirdi. Bu tehlikeye karşı diğer önlemlerin yanısıra özellikle etkin bir sosyal politika ile mücadele edilmesi gerekliliği öne çıktı. Berlin’de giderek derinleşen konut sorunu toplantının diğer bir ağırlık noktasıydı. Bu sorunun çözümünde yeterli sayıda yeni konut inşasının kaçınılmaz olduğu vurgulanırken, aynı zamanda bu konutların geniş toplum kesimleri için erişilebilir kiralarla pazarlanması gerektiği değerlendirildi. Bu çerçevede kiracı koruma haklarının genişletilmesi konusunda federal yapının eyaletlere daha fazla yetki vermesi gerektiği dile getirildi ve böyle bir düzenlemeyi engelleyen federal hükümetin bir kanadı kınandı.
Diğer konular arasında, yurtdışında edinilen meslek diplomalarının tanınmasının kolaylaştırılması, bisiklet yolları ve ayrımcılıkla mücadele projelerinin genişletilmesi sayılabilir.
Toplantı vesilesiyle TBB bir gün önce sokak ortasında tehdide maruz kalan Steffen Krach’a tekrar geçmiş olsun dileklerini iletti.
Steffen Krach toplantısı TBB’nin Berlin Eyalet Seçimleri çerçevesinde siyasetçiler ile yapacağı toplantı dizisinin birincisidir. Kendisine ve beraberindeki parlamenterlere ziyaretleri ve samimi sohbet için teşekkür ederiz.
Am 8.April 2026 haben uns Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters sowie designierter Landesvorsitzende, Bettina König, MdA, designierte Landesvorsitzende der SPD Berlin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie Sprecherin für Gesundheit im AGH sowie Orkan Özdemir, MdA und Sprecher für Antidiskriminierung Integration und Kampf gegen Rechtsextremismus im AGH in unserer TBB-Geschäftsstelle besucht. Die TBB-Vorstandssprecherin Ayşe Demir hat den Verband und die Projekte vorgestellt und betont, dass sich der TBB mittlerweile als eine Menschenrechtsorganisation versteht.
Steffen Krach hat seine Visionen für Berlin dargelegt. Anschließend fand ein reger und konstruktiver Austausch zu aktuellen Themen, an dem sich der TBB-Vorstand, zahlreiche TBB-Mitglieder und Mitarbeiterinnen sowie TBB-Unterstützerinnen beteiligt haben.
Einigkeit herrschte sehr schnell darüber, dass der steigende Rechtsextremismus für unsere Demokratie eine ernsthafte Gefahr bedeutet. Dieser Gefahr sollte u.a. mit einer gezielten Sozialpolitik begegnet werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war das beherrschende Thema in der Stadt: Wohnen und insbesondere bezahlbare Mieten. Ohne Neubau wird das Wohnungsproblem nicht gelöst, es müssen allerdings bezahlbare Wohnungen entstehen und bürokratische Hürden müssen abgebaut werden. Weiterhin muss der Bund den Ländern mehr Freiheit in Sachen Mieterschutz ermöglichen.
Weitere Themen waren Erleichterung des Anerkennungsverfahrens für die im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse, Radwege, Ausbau von Antidiskriminierungsprojekten. An dieser Stelle erklärt der TBB erneut seine uneingeschränkte Solidarität mit Steffen Krach, der gestern in Steglitz auf offener Straße von einem Unbekannten bedroht wurde.
Die Debatte um „Abschiebeoffensive“ oder „Remigration“ hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) kritisiert dabei nicht nur die Wortwahl, sondern vor allem die politischen Forderungen, die zunehmend auf Ausgrenzung zielen.
Besonders alarmierend sind aktuelle Vorstöße des Bundeskanzlers Friedrich Merz, bis zu 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer*innen zurückzuführen. Der TBB warnt vor pauschalen Forderungen, die individuelle Schutzrechte und Lebensrealitäten ignorieren.
„Hier geht es längst nicht mehr nur um Rhetorik – diese Debatten übersetzen sich in konkrete politische Forderungen“, erklärt die Vorstandssprecherin Ayşe Demir. „Wer über die Rückführung von 80 Prozent einer Gruppe spricht, stellt Zugehörigkeit grundsätzlich infrage.“
Was das konkret bedeuten würde, zeigt ein einfaches Gedankenexperiment: Würden Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte für nur einen Tag ihre Arbeit niederlegen, stünde vieles still – in Krankenhäusern, im Nahverkehr, in Kitas, auf Baustellen oder in der Logistik.
„Diese Gesellschaft funktioniert nicht ohne sie – und doch wird ihre Zugehörigkeit immer wieder politisch infrage gestellt“, so Demir. „Das ist nicht nur realitätsfern, sondern provoziert völlig unnötig, vergiftet das politische und gesellschaftliche Klima und ist geeignet, jede Solidarität in der Gesellschaft zu untergraben.
Die pauschale Forderung nach einer Rückführung von 80% einer Bevölkerungsgruppe ist rechtlich, ökonomisch und praktisch nicht nur unsinnig, sondern schlicht unerreichbar. Sie in den Raum zu werfen, gibt daher den brandgefährlichen Narrativen Rechtsextremer Aufschwung.
Der Bundeskanzler und nicht nur er müssen mittlerweile mitbekommen haben, dass diese zuspitzende, realitätsferne, menschenverachtende Positionierung, die in einer scharfen Rhetorik verpackt wird, die Rechtsextremen nicht halbiert, sondern eher gestärkt hat.
Daher fordert der TBB ein klares politisches Umsteuern: weg von pauschalen Rückführungsfantasien, hin zu einer verantwortungsvollen, rechtsstaatlichen und menschenrechtsbasierten Migrationspolitik.
Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Medienvertreter*innen,
wir freuen uns, Ihnen/Euch unseren ersten Quartalsnewsletter dieses Jahres präsentieren zu dürfen.
Auch das Jahr 2026 hat politisch turbulent angefangen …
Die aktuellen politischen Debatten in Deutschland und Berlin bereiten vielen Menschen große Sorgen. Insbesondere die jüngsten Aussagen von Friedrich Merz zur Migrations- und Integrationspolitik tragen aus unserer Sicht nicht zu einer Versachlichung bei, sondern bergen die Gefahr, bestehende Vorurteile zu verstärken und gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen.
Gerade in dieser Zeit und in der aktuellen politischen Situation, beobachten wir aufmerksam und mit großer Sorge, wie migrationspolitische Themen zunehmend zugespitzt und pauschalisiert dargestellt werden. Für viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte – auch in unseren Communities – bedeutet dies eine wachsende Verunsicherung und das Gefühl, erneut in Frage gestellt zu werden.
Als Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg beziehen wir hier klar Position: Unsere Gesellschaft lebt von Vielfalt, von gleichberechtigter Teilhabe und von einem respektvollen Miteinander. Pauschale Zuschreibungen und ausgrenzende Narrative lehnen wir entschieden ab. Stattdessen fordern wir eine faktenbasierte, differenzierte und verantwortungsvolle politische Debatte, die den sozialen Frieden stärkt statt ihn zu gefährden.
Berlin ist eine Stadt der Vielfalt – und genau diese Vielfalt ist eine Stärke, die es zu schützen und weiterzuentwickeln gilt. Wir setzen uns weiterhin aktiv dafür ein, die Stimmen unserer Communities hörbar zu machen, Diskriminierung entgegenzutreten und Räume für Dialog und Begegnung zu schaffen.
Um dieses Vorhaben zu unterstützen, bedarf es auf Bundes- wie auf Landesebene eines Gesetzes, das unsere Demokratie schützt und fördert. Der Berliner Senat hat in diesem Quartal eine Verbändeanhörung zum geplanten Landesdemokratiefördergesetz (LDFG) eingeleitet. Federführend zuständig ist die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Der TBB wurde neben rund 40 Institutionen, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Organisationen um eine Stellungnahme gebeten. Diese haben wir fristgerecht und inhaltlich sehr differenziert abgegeben. Der TBB begrüßt das Gesetzesvorhaben, das endlich die Arbeit u.a. der zivilgesellschaftlichen Migrantenorganisationen, wie die des TBB, endlich auf eine gesetzliche Grundlage stellt. Zudem wird die Unterstützung der Zivilgesellschaft in ihrem Kampf gegen Demokratiefeinde eine gesetzliche Aufgabe. Eine Förderung essentieller Strukturen in unterschiedlichen umfassenden Bereichen der Zivilgesellschaft begrüßt der TBB ebenfalls, denn der Schutz unserer Demokratie muss eine gemeinsame Aufgabe aller sein.
Der TBB möchte davon ausgehen, dass das LDFG im Abgeordnetenhaus noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet wird. Denn am 20.September 2026 finden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus statt.
Apropos Wahlen…. Dieses Jahr haben bereits einige Wahlen stattgefunden: 8. März 2026 – Baden-Württemberg: Landtag 8. März 2026 – Bayern: Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte 15. März 2026 – Hessen: Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen, Ortsbeiräte 22. März 2026 – Rheinland-Pfalz: Landtag
Die Wahlergebnisse haben erneut gezeigt, dass nur die AfD und Rechtsextremisten davon profitieren, wenn demokratische Parteien Migration nur noch in der Rubik Sicherheitspolitik behandeln und sich AfD-Aussagen zu eigen machen. Anstatt sich den sozialen Problemen der Menschen zu widmen, verbreitet der Bundeskanzler dieses Landes Angst, schürt Vorurteile und betreibt nichts anderes als Rassismus. Insbesondere in einer Zeit, in der der Rechtsruck immer stärker wird, ist jeglicher Versuch, die AfD rechts zu überholen, politisch höchst gefährlich und verantwortungslos.
In diesem Jahr stehen noch weitere Wahlen an: 6. September 2026 – Sachsen-Anhalt: Landtag 13. September 2026 – Niedersachsen: Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte, Ortsräte, Regionsversammlung (Hannover) 20. September 2026 – Berlin: Abgeordnetenhaus, Bezirksverordnetenversammlungen 20. September 2026 – Mecklenburg-Vorpommern: Landtag
Wie bei den vergangenen Wahlen, wird der TBB auch im Kontext der kommenden Berliner Wahlen einige Aktionen durchführen. Unter anderem werden wir wieder eine breit angelegte Kampagne zur Erhöhung der Wahlbeteiligung – insbesondere in den migrantischen Communities – durchführen. Wir werden in Berlin unterwegs sein, die Menschen über die Wahlen informieren und sie motivieren, wählen zu gehen, auch wenn sie mit der Politik der demokratischen Parteien unzufrieden sind.
In diesem Newsletter möchten wir Ihnen/Euch einen Überblick über die Arbeit unserer Projekte und über unsere politische Arbeit geben.
Wir haben mit Pressemitteilungen auf den immer stärker werdenden Rechtsruck und die Gefahr des Rassismus hingewiesen. Die Pressemitteilungen und Neuigkeiten aus den Projekten finden Sie/findet Ihr untenstehend.
Abschießend appellieren wir an alle, keine schleichende Resignation zuzulassen, alle Kräfte zu mobilisieren und für eine solidarische sowie gerechte Gesellschaft einzutreten.
ADNB-Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin: Auch in den ersten Monaten es Jahres vermerkt das ADNB ein hohes Beratungsaufkommen. Besonders Diskriminierungen im Bereich Arbeit, Ausbildung und Schule haben uns erreicht. Betroffene von Diskriminierung können sich wie gewohnt bei uns melden: Neben Beratungsanfragen per E-Mail oder Telefon, können uns Ratsuchende auch bei unserer offenen Beratung dienstags 15 – 17 Uhr in der Richard-Sorge-Str. 13 besuchen oder donnerstags 10 – 12 Uhr telefonisch erreichen. Weiterhin möchten wir auf unsere Veröffentlichungen der vergangenen Monate hinweisen: Unseren aktuellen Antidiskriminierungsreport mit Fallzahlen und Erfahrungen aus unserer Beratungsarbeit sowie die Broschüre „Du wurdest diskriminiert? Kenne deine Rechte! Das AGG einfach erklärt“ sind auf unserer Website zu finden. Außerdem begrüßen wir unsere neue Kollegin Antea im Team und freuen uns sehr über die gemeinsame Zusammenarbeit! _____________________________________________________________________________________ Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung II: Wir freuen uns sehr, Dr. Leyla Aydemir und Gizem Latife Schulze offiziell in unserem BIbA II-Team willkommen zu heißen! Dr. Aydemir hat die Leitung des Projekts übernommen und Gizem Latife Schulze verstärkt unser Team als neue Beraterin mit. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, die berufliche Anerkennung und Qualifizierung von Migrant*innen mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen zu unterstützen – und das in den Sprachen Deutsch, Türkisch, Englisch, Arabisch und Russisch. Im Rahmen des Projekts BIbA II, gefördert durch das Programm IQ – Integration durch Qualifizierung, sind wir jeden Mittwoch während der offenen Sprechstunde von 10:00 bis 14:00 Uhr vor Ort für Ihre Beratung. Per E-Mail können Sie uns jederzeit erreichen. Zusätzlich bieten wir telefonische Beratung an jedem Dienstag und Freitag von 10:00 bis 14:00 Uhr zu festen Zeiten an. _____________________________________________________________________________________ Fachstelle Arbeitsmarkt und Antidiskriminierung (FAMAD) : FAMAD ist mit einer Reihe von Schulungen zum AGG in das Jahr 2026 gestartet und konnte in den ersten Monaten bereits zahlreiche Trainings für unterschiedliche Zielgruppen durchführen. Darüber hinaus haben uns mehrere Beratungsanfragen zum Aufbau von Beschwerde- und Antidiskriminierungsstrukturen erreicht, die wir aktuell begleiten. Außerdem möchten wir herzlich zu unserem Fachaustausch am 26. März 2026 einladen, bei dem wir uns gemeinsam mit unseren Kolleg*innen vom ADNB dem Thema „Diskriminierung im Beratungskontext – Schutz für Fachkräfte und Ratsuchende“ widmen möchten. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch mit Berater*innen aus der Antidiskriminierungsarbeit in Berlin. _____________________________________________________________________________________ Fair Mieten fair*wohnen:Das Beratungsteam der Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt hat im ersten Quartal 2026 bisher 57 Beratungsanfragen (Stand: 24.03.2026) bearbeitet. Auch in diesem Quartal dominieren zwei Themen das Beratungsgeschehen: Diskriminierende Nachbarschaftsstreitigkeiten und Langzeitwohnungssuchende. Am 08.01.2026 war die Fachstelle zu der Sitzung des Ausschusses für Antidiskriminierung des AGH Berlin als Anzuhörende zum Thema „Wohnungsmarktdiskrimineirung“ eingeladen. Die Sitzung kann hier verfolgt werden: https://www.youtube.com/watch?v=04BerLYTumU&list=PLgqUxMeOmFHwGeGhstZMYz9-6NyBfJvRa&index=77 _____________________________________________________________________________________ Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ): Nach Mittelkürzungen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in den vergangenen Jahren hat der Bundestag mit dem Haushaltsgesetz für das Jahr 2026 eine Aufstockung der Plätze im FSJ beschlossen. Gegenüber dem Jahr 2025 stehen 2026 insgesamt 75 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Ab 2027 ist eine weitere Steigerung angekündigt worden. Die Entscheidung erfolgte unter anderem auch vor dem Hintergrund der Wehrpflichtdebatte und dem Bedarf nach einer stärkeren Resilienz auch in gemeinwohlorientierten Strukturen in Deutschland. Die ersten Seminare für die jungen Freiwilligen im neuen Jahr befassten sich unter anderem mit den Themen Diversity, Queerfeminismus, Körper und Gesundheit, Kolonialismus sowie Berufsorientierung/persönliche Zukunft. _____________________________________________________________________________________ KoPa: Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation: Das Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation (KoPa) ist hoch motiviert, mit neuen Aufgaben und einem personellen Zuwachs ins neue Jahr gestartet: Mit inzwischen sechs Teammitgliedern schauen wir gespannt auf unsere Maßnahmen für 2026. Neben der Fortführung unserer Beratungen (alle auf der TBB-Webseite zu finden) und den Unterstützungs- und Vernetzungsangeboten für Migrant*innenorganisationen im Rahmen unserer Arbeit im KompNetz MO führen wir dieses Jahr auch wieder die 2025 eingeführten AGORA-Treffen als Begegnungsraum zwischen Bereichen der Berliner Verwaltung und interessierten MOs weiter. Die aus den letzten Jahren bekannten Dialogtreffen für MOs gibt es auch 2026 – jetzt unter dem neuen Namen „Austauschtreffen“. Selbstverständlich ist eines unserer Highlights auch dieses Jahr die Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen mit dem Barcamp im Sommer (an einem neuen Standort) und einem Dialogtag im am Jahresende. Informationen dazu gibt es beizeiten über unsere gewohnten Kanäle. Die größte Neuerung in KoPa 2026 ist, dass das bekannte Programm Kaleidoskop, das Mini- und Midi-Projekte fördert und migrantische Initiativen und Vereine mit der Bewirtschaftung von Fördermitteln vertraut macht, nun erstmals durch KoPa getragen wird. Alle Mittel dafür werden dieses Jahr in einer einzigen großen Förderrunde und neuer zeitlicher Flexibilität für die Projektinitiator*innen vergeben. Wie immer werden die Vergabeentscheidungen durch eine unabhängige Jury getroffen. Allen Interessierten wünschen wir viel Erfolg bei der Bewerbung und gutes Gelingen mit den Projekten! Wer Fragen zu den Projektaktivitäten von KoPa hat oder auf unseren Mailverteiler möchte, um keines der Angebote zu verpassen, kann sich wie immer gerne melden unter kopa@tbb-berlin.de _____________________________________________________________________________________ Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft: Im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus organisierte das Projekt gemeinsam mit dem LesLeFam e.V.-Projekt „Lesbisch*Sichtbar.Berlin“ ein Treffen im Café Maggie. Gezeigt wurde ein kurzer Film mit Ausschnitten aus den Interviews. Im anschließenden Panel beantworteten Prof. Dr. Zülfukar Çetin (Vorstandssprecher), Emrah Gökmen (Projektmitarbeiter*in) und Burcu Lina (Interviewpartner*in 2023) Fragen zu den Inhalten der Interviews sowie zu den Themen Queersein und Migrationserfahrung, Rassismus und Queerfeindlichkeit. Das Projekt setzt weiterhin auf Netzwerkarbeit und Sensibilisierung und bietet diese Angebote kontinuierlich für Interessierte an. Mehr zum Projekt: meinefamilie.queers | Instagram, Facebook | Linktree _____________________________________________________________________________________ Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk (NIIN): Seit Januar 2026 produziert das Projekt „Nachhaltig informiert – Interkulturelles Netzwerk“ (NIIN) informative Videoclips in den beteiligten Erstsprachen, die bis August schrittweise hier online gestellt werden: https://youtube.com/playlist?list=PLy37zHEeiLdnY1B_4Ye7aVEFEirx44K7j&si=YvPDmd0o8sLXBVqS. Außerdem sind für das laufende Jahr neben Informationsveranstaltungen auch von den Multiplikator*innen selbst organisierte Exkursionen geplant. Wir danken den Multiplikator*innen für ihr Engagement und ihre spannenden Inputs! Mehr zu unserem Projekt finden Sie unter https://www.verbraucher-plus.de/Projekt/NIIN/de/Aktuelles/ _____________________________________________________________________________________ WA Service: WA-Service – Unterstützung für Unternehmen bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte und der Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) startet mit dem Projekt WA-Service ein neues Unterstützungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen in Berlin. Das Projekt richtet sich insbesondere an Unternehmen der Büro- und Dienstleistungsbranche sowie der Umwelt- und Klimawirtschaft und unterstützt sie bei der Gewinnung, Integration und langfristigen Bindung internationaler Arbeits- und Fachkräfte. Zu den Angeboten gehören individuelle Beratungen, Workshops, Informationsveranstaltungen sowie Coachings. Themen sind unter anderem faire und nachhaltige Fachkräftegewinnung, Fachkräfteeinwanderung, Onboarding internationaler Mitarbeitender, Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen sowie die Entwicklung einer offenen und diskriminierungssensiblen Arbeits- und Willkommenskultur im Betrieb. Unternehmen, die Interesse an den kostenlosen Angeboten haben, können sich gerne per E-Mail melden: fachkraefte@tbb-berlin.de Das Projekt WA-Service ist Teil des Regionalen Integrationsnetzwerks „Willkommens- und Anerkennungskultur internationaler Arbeitskräfte“ (RINWA) in Berlin. Es wird im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung in der neuen Förderperiode von 2026-2028 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit. Das Projekt wird zusätzlich finanziert durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung aus Landesmitteln, die das Abgeordnetenhaus von Berlin beschlossen hat. _____________________________________________________________________________________ Zero Waste Voices – Vielsprachigkeit für Wertstoffrecycling – TBB-Berlin: Das von der Stiftung Naturschutz Berlin geförderte Multiplikator*innen-Projekt Zero Waste Voices ist mit einer weiteren spannenden Exkursion erfolgreich in das Jahr 2026 gestartet. Zum Jahresauftakt nahm das Projekt im Januar an der Internationale Grüne Woche in Berlin teil. Dort besuchten die Teilnehmenden einen Einführungsworkshop des Bottleneck-Projekts, der praxisnahe Impulse zum kreativen Upcycling und zur Weiterverwendung von Glasflaschen im Alltag vermittelte. Im Februar folgte der vierte Kurs zum Thema Lebensmittelverschwendung. In einem praxisorientierten Kochworkshop gaben Referent*innen von RESTLOS Glücklich e.V. wertvolle Tipps zur Nutzung geretteter Lebensmittel und zeigten alltagsnahe Wege zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln auf. Anfang März fand der fünfte Kurs bei den Berliner Wasserbetriebe statt. Im Fokus standen Wasserverschmutzung und Wasseraufbereitung sowie Einblicke in die Berliner Pumpwerke und die städtische Wasserinfrastruktur. Mit diesen Veranstaltungen nähert sich das Projekt seinem Ziel, die Multiplikator*innen inhaltlich und methodisch so zu stärken, dass sie die Themen künftig niedrigschwellig und bedarfsgerecht in ihren Communities weitervermitteln können. Der gemeinsam entwickelte Kursplan zeigt vielfältige und praxisnahe Ansätze zur Ressourcenschonung und Müllvermeidung. Zero Waste Voices freut sich über das kontinuierliche Engagement der Teilnehmenden und blickt gespannt auf die kommenden Projektphasen und den Abschluss des Kursprogramms. Weitere Informationen finden Sie unter: www.zerowastevoices.de
Allgemeine Beratung zu Visa, Staatsbürgerschaft und aufenthaltsrechtlichen Fragen
Beratung zu sozial- und medizinrechtlichen Fragen
Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen
Beratung zum Türkischen Recht Beratungsstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung
Beratungs- und Informationsstelle berufliche Anerkennung – BIbA II
Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt (Fair Mieten – Fair Wohnen)
Erst- und Verweisberatung für queere (LGBTI+) Personen mit eigener / familiärer Migrationsgeschichte und deren Angehörige
Allgemeine Beratung für Trans*, Inter* und Nicht-Binäre Menschen _____________________________________________________________________________________ IMPRESSUM
Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg e.V. Oranienstr. 53, 10969 Berlin
Verantwortliche: Der Vorstand des Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg e.V. Vereinsregister im Amtsgericht Charlottenburg VR 13438 B V.i.S.d.P. Ayşe Demir _____________________________________________________________________________________ Möchten Sie unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen?
Türkischer Bundes in Berlin-Brandenburg e.V. Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE09100205000003326901 BIC: BFSWDE33BER
Der TBB ist als gemeinnützige Organisation anerkannt. Auf Wunsch wird Ihnen eine Spendenquittung ausgestellt. _____________________________________________________________________________________ TBB in den sozialen Medien