31. März: Trans*Sichtbarkeitstag


Am 31. März, dem Transgender Day of Visibility, machen wir Trans*Leben sichtbar – aus einer rassismuskritischen, queeren und migrantischen Perspektive. Sichtbarkeit heißt für viele zugleich Anerkennung und Risiko. Deshalb braucht es mehr als Symbolik: Schutz, Rechte und strukturelle Veränderungen.

Trans* und nicht-binäre Menschen – insbesondere BIPoC, Migrant*innen und Geflüchtete – sind von intersektionalen Diskriminierungen betroffen. Transfeindlichkeit verschränkt sich mit Rassismus und erschwert den Zugang zu Wohnraum, Arbeit, Bildung und Gesundheitsversorgung.

Gleichzeitig tragen Communities diese Stadt: Organisationen wie LesMigraS, GLADT e.V., Casa Kuà und TransInterQueer e.V. schaffen Schutzräume, Beratung und Empowerment.

Der Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) unterstützt mit Antidiskriminierungsarbeit auf Basis von Landesantidiskriminierungsgesetz und Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz sowie durch Peer-Beratung gezielt trans und migrantische Perspektiven.

Unsere Forderung: konsequenter Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, gleiche Rechte und reale Teilhabe.

Für eine Gesellschaft, in der Trans und nicht-binäre Menschen sicher, sichtbar und selbstbestimmt leben können.

Prof. Dr. Zülfukar Çetin,

Vorstandssprecher

Erdem Zayimoğlu

Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft, TBB


Pauschalisierung und Stimmungsmache lösen keine Probleme!


Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 25. März 2026 im Bundestag Zuwanderung als Ursache für eine „explodierende Gewalt“ benannt, nachdem er zu Gewalt gegen Frauen Stellung nehmen sollte.

Dazu erklärt der Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg (TBB):

„Diese Aussagen sind nicht nur pauschalisierend und stigmatisierend, sondern politisch brandgefährlich. Wer ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht stellt, betreibt verantwortungslose Stimmungsmache“, erklärt Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Der Bundeskanzler lenke damit von den tatsächlichen Ursachen von Gewalt gegen Frauen ab und trage aktiv zur gesellschaftlichen Spaltung bei. Gerade in einer angespannten gesellschaftlichen Lage seien solche Äußerungen geeignet, Ressentiments zu schüren und das Zusammenleben weiter zu belasten.

„Gewalt gegen Frauen ist ein ernstes strukturelles Problem, das konsequentes staatliches Handeln erfordert – keine Sündenbock-Rhetorik. Statt zu spalten, muss die Bundesregierung endlich wirksame Maßnahmen ergreifen: den Ausbau von Frauenhäusern, die verlässliche Finanzierung von Beratungsstellen und eine umfassende Stärkung von Frauenrechten“, so Demir. „Das Problem sind Misogynie und Patriarchale Muster. Solange der Marker ‚Migration‘ in der Debatte stehts vor den Marker ‚problematische Männlichkeitsbilder‘ gestellt wird, lenken wir vom Kern des Problems nur ab.“

Der TBB fordert den Bundeskanzler auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden und Migration nicht länger für innenpolitische Profilierung zu instrumentalisieren. Pauschale Schuldzuweisungen lösen keine Probleme – sie verschärfen sie. Wer angibt, Rechtsextremismus, Rassismus und gesellschaftliche Spaltung bekämpfen zu wollen, darf deren Narrative nicht reproduzieren und bedienen.

Save the Date 26.06.2026 – Barcamp: Berliner Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (LKMO) 2026



Liebe Mitstreiter*innen, liebe Freund*innen, liebe Vertreter*innen der Berliner Migrant*innenorganisationen,

wir freuen uns, Euch heute das Datum für den ersten Teil der diesjährigen Landeskonferenz der Migrant*innenorganisationen mitteilen zu können und bitten darum, sich den Termin bereits vorzumerken.

Die achte LKMO greift für den geschlossenen Teil für Migrant:innenorganisationen das erfolgreiche Barcamp Format aus den letzten Jahren wieder auf. Das Barcamp dient wie immer der Vernetzung und dem Austausch unserer Organisationen und Initiativen untereinander und der Identifizierung gemeinsamer Themen, Ziele und Strategien.

Das Barcamp richtet sich exklusiv an Vertreter*innen migrantischer Vereine und Initiativen in Berlin. Ein Austausch mit Politik, Verwaltung und Vertreter*innen weiterer interessierter Organisationen wird in Form eines Dialogtags am Ende des Jahres stattfinden. Sobald der Termin feststeht, teilen wir diesen mit.

Wann?     Freitag, 26.06.2026

Wo?         Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Weitere Informationen zu Veranstaltungsinhalten und -format sowie ein detaillierteres Programm werden rechtzeitig versendet. Für Rückfragen wendet Euch gerne an unsere Mailadresse: LKMO@tbb-berlin.de

Bitte streut diese Information auch in Euren Netzwerken und teilt das angehängte Sharepic großzügig auf Euren Social-Media-Kanälen!

Wir hoffen auf Euer Interesse und eine rege Teilnahme!

Solidarische Grüße

Das LKMO-Organisationsteam des Türkischen Bunds in Berlin-Brandenburg e.V.


Die LKMO wird organisiert im Rahmen des Projekts Berliner Zentrum für Kooperation und Partizipation (KoPa). Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Zero Waste Voices bei den Berliner Wasserbetrieben


Am 5. und 12. März war Zero Waste Voices im Rahmen seiner fünften Kurseinheit bei den Berliner Wasserbetrieben zu Gast. Die Multiplikator*innen erhielten dabei spannende Einblicke die Wasserkreisläufe der Stadt sowie in zentrale Rolle der Pumpwerke.

Neben einer Einführung in die Berliner Wasserinfrastruktur stand vor allem die Praxis im Mittelpunkt: Bei einer Führung durch die Anlagen wurde anschaulich vermittelt, wie Abwasser gesammelt, weitergeleitet und schließlich in den Kläranlagen behandelt wird. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Expert*innen, bei dem offene Fragen rund um die Kampagne „Kein Müll ins Klo“ geklärt werden konnten.

Dabei wurde deutlich, welche Herausforderungen durch falsch entsorgte Abfälle entstehen. Produkte wie Feuchttücher, Hygieneartikel oder andere vermeintlich spülbare Materialien führen in den Pumpanlagen regelmäßig zu Verstopfungen und verursachen erheblichen Mehraufwand im Betrieb. Gleichzeitig wurden die Auswirkungen auf Umwelt, Infrastruktur und Kosten greifbar vermittelt.

Ein zentrales Learning: Wir alle tragen Verantwortung. Auch wenn Produkte oft als unproblematisch beworben werden, entspricht dies nicht immer der Realität. Ein bewusster Umgang mit Abfällen – insbesondere im Badezimmer – ist ein wichtiger Beitrag für funktionierende Wassersysteme und mehr Nachhaltigkeit.

Der Besuch hat eindrücklich gezeigt, wie eng unser Alltag mit der städtischen Infrastruktur verknüpft ist und wie wichtig es ist, diese durch verantwortungsvolles Handeln zu unterstützen. Link zur Kampagne: https://www.bwb.de/de/kein-muell-ins-klo.php

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Berlin / Christina Koormann

Jetzt zählt vor allem: Schutz, Unterstützung und Gerechtigkeit!

Die aktuellen Berichte über die mutmaßliche Tat in einem Jugendclub in Berlin-Neukölln erschüttern zutiefst. Sollte sich bestätigen, dass eine Minderjährige Opfer schwerster Gewalt wurde, ist das ein unfassbares Verbrechen, das lückenlos aufgeklärt und konsequent bestraft werden muss.

Ebenso schwer wiegen die Vorwürfe gegen Verantwortliche in Einrichtungen, die eigentlich dem Schutz junger Menschen dienen. Falls Hinweise bewusst nicht weitergegeben oder Taten vertuscht wurden, wäre das ein eklatanter Vertrauensbruch und darf keinerlei Konsequenzen entgehen.

Kinder und Jugendliche müssen sich auf den Schutz durch Institutionen verlassen können. Deshalb braucht es jetzt vollständige Transparenz, eine schonungslose Aufarbeitung und klare Konsequenzen – sowohl strafrechtlich als auch strukturell.

Unsere Gedanken sind bei dem Opfer. Jetzt zählt vor allem: Schutz, Unterstützung und Gerechtigkeit.

JUSTIZSENATORIN IST KEINE JUDIKATIVE

Nach Presseberichten möchte die Berliner Justizsenatorin das im Abgeordnetenhaus von Berlin am 05.07.2021 regelkonform beschlossene und am 16.07.2021 in Kraft getretene und derzeit in Kraft befindliche Gesetz zur Förderung der Partizipation in der Migrationsgesellschaft des Landes Berlin (PartMigG) teilweise außer Kraft setzen.

Unabhängig der Frage der Gewaltenteilung, die die Senatorin, die selbst Juristin ist, zu beantworten hat, erklärt der TBB:

Laut Presseberichten greifen die Justizsenatorin und ein von ihr beauftragtes aber nicht veröffentlichtes Gutachten das Einstellungsverfahren der öffentlichen Hand nach PartMigG an. Es sei grundgesetzwidrig.   

Das Gesetz räumt im Gesetzestext und in der Begründung den Grundsätzen des Art 33 GG (Einstellungskriterien für ein öffentliches Amt) höchste Priorität ein. Kriterien des Auswahlverfahrens für eine Stelle in der Berliner Verwaltung sind demnach die Befähigung, fachliche Leistung und Eignung, genau wie das Grundgesetz vorschreibt. Erst dann, wenn diese Kriterien erfüllt sind, dürfen weitere Aspekte bei der Auswahl hinzugezogen werden. Diese Aspekte dienen dazu, ein Gegengewicht zu den in der sozialen Wirklichkeit bestehende faktische Ungleichheiten zu schaffen und diese zu verringern. Diese Vorgehensweise ist von der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs gedeckt.     

Bekanntlich sind die juristischen Fragen in der Regel umstritten. Hätte die Justizsenatorin ihre Gutachter nicht aus der Mitte der Anwälte, die gegen Land Berlin Klage erhoben haben, ausgewählt, wäre sicherlich das Prinzip des Nachteilsausgleich, das sich ebenfalls auf das Grundgesetz (§ 20 GG Sozialstaat) bezieht, gebührender berücksichtigt worden. Diverse Urteile des Bundesverfassungsgerichts zeigen, dass das höchste Gericht den Sozialstaatsgedanken aktiv dahingehend nutzt, um soziale Teilhabe und Gerechtigkeit in Deutschland durchzusetzen und bestehende strukturelle Ungleichheiten zu verringern.

Daher ist der TBB der Auffassung, dass das Berliner PartMigG durchaus grundgesetzkonform ist.

Der TBB hat die Entstehung des PartMigG und auch dessen Vorgänger aktiv begleitet und intensiv unterstützt und geht davon aus, dass es wie jedes andere Gesetz vollumfänglich umgesetzt wird. Die Exekutive kann nach den Regeln des demokratischen Rechtsstaats ein Gesetz nicht außer Kraft setzen!

Abschließend warnt der TBB vor dem inflationären Gebrauch der Eigenschaft des „Migrationshintergrunds“ durch schon assimilierte Personen, um migrationsschädliche Positionierungen zu legitimieren. Dieser nahezu Missbrauch trägt sicherlich nicht dazu bei, die strukturell bedingten Nachteile der Menschen mit einer Migrationsgeschichte auszugleichen.

Internationale Wochen gegen Rassismus: TBB fordert entschlossene Maßnahmen gegen Rechtsruck und strukturellen Rassismus!


Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus warnt der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) vor einer weiteren Normalisierung rassistischer und rechtsextremer Positionen in Politik und Gesellschaft.

Rassistische Diskurse haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend in parlamentarische Debatten, Wahlkämpfe und Medienberichterstattung verschoben. Der gesellschaftliche Rechtsruck ist längst kein Randphänomen mehr – er beeinflusst politische Entscheidungen und verschärft das Klima für Millionen von Menschen mit Migrationsgeschichte.

„Wir erleben eine gefährliche Verschiebung des Sagbaren. Rassistische Narrative werden verharmlost, migrationsfeindliche Positionen strategisch normalisiert. Das hat reale Konsequenzen für die Sicherheit und die Würde von Menschen in unserem Land“, erklärte Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Mit Blick auf das diesjährige Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ fordert der TBB erneut eine klare politische Verantwortung: „Es reicht nicht, Rassismus symbolisch zu verurteilen. Wir brauchen konkrete politische Konsequenzen: eine konsequente Bekämpfung rechter Netzwerke, effektiven Schutz für Betroffene, eine breite unabhängige Beschwerdestruktur bei Diskriminierung in Behörden und eine nachhaltige Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen“, so Demir.

Der TBB kritisiert insbesondere, dass migrationspolitische Debatten häufig sicherheitspolitisch verengt geführt werden. Dadurch würden gesellschaftliche Probleme ethnisiert und Vorurteile weiter geschürt.

„Wenn Migration pauschal als Problem dargestellt wird, legitimiert das Ausgrenzung. Demokratie bedeutet gleiche Rechte und gleiche Würde für alle – ohne Wenn und Aber“, so Demir weiter.

Abschließend ruft der TBB Politik und Gesellschaft dazu auf, nicht nur Haltung zu zeigen, sondern strukturelle Veränderungen einzuleiten. Dazu gehören u.a. der Ausbau und die langfristige Absicherung von Antidiskriminierungs- und Beratungsstellen, verbindliche Maßnahmen gegen institutionellen Rassismus, die konsequente Strafverfolgung rassistischer Straftaten sowie politische Bildung und Demokratieförderung als Daueraufgabe.

Pressemitteilung zum Internationalen Tag gegen antimuslimischen Rassismus – 15.03.2026


Am 15. März 2026 wird in Berlin erstmals der Internationale Tag gegen Islamfeindlichkeit bzw. gegen antimuslimischen Rassismus begangen. Dieser Tag ist ein wichtiges Signal der Anerkennung und Sichtbarmachung einer spezifischen Form von Rassismus, die sich gegen Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen richtet.

Antimuslimischer Rassismus ist eine Form des kulturalistischen Rassismus. Er begründet Ausgrenzung und Diskriminierung nicht mehr primär biologisch, sondern durch Zuschreibungen vermeintlich homogener, „fremder“ Kulturen. Muslim*innen wird dabei pauschal unterstellt, ihre Religion oder Kultur sei grundsätzlich gewaltlegitimierend, frauen- und queerfeindlich oder antisemitisch und stehe im Widerspruch zu demokratischen Werten. Solche Unterstellungen bzw. Ressentiments dienen seit Jahrzehnten als Rechtfertigung für Diskriminierung, soziale Ausschlüsse und Gewalt.

Die Folgen sind gravierend: Betroffene erleben Benachteiligungen in Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnungswesen und Gesundheitsversorgung, Anfeindungen im öffentlichen Raum sowie institutionelle Diskriminierung. Im schlimmsten Fall münden diese Abwertungen in rassistische Gewalt, erklärt Zülfukar Ҫetin, Vorstandsprecher des TBB.

Wir erinnern an die Opfer rechtsterroristischer und rassistischer Anschläge und Morde – unter anderem in Mölln, Solingen, an die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds, an Burak Bektaş, an die Opfer des Anschlags von Hanau sowie an Marwa El-Sherbini. Diese und viele weitere Taten waren von antimuslimischem Hass getragen.

Als Migrant*innendachorganisation setzt der Türkischer Bund in Berlin und Brandenburg an diesem Tag ein klares Zeichen: gegen jede Form von Diskriminierung, gegen Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus sowie Queer- und Transfeindlichkeit – und ausdrücklich gegen antimuslimischen Rassismus.

Eine rassismuskritische Gesellschaft ist nur möglich, wenn Differenz nicht hierarchisiert, sondern als gleichwertiger Bestandteil gesellschaftlicher Vielfalt anerkannt wird. Die Anerkennung egalitärer Differenzen ist Voraussetzung für demokratische Teilhabe und soziale Gerechtigkeit, so Zülfukar Ҫetin, Vorstandssprecher des TBB.

Stellenangebot: Der TBB sucht für das Projekt „Zero Waste Voices“ ab dem 15.05.2026 eine Projektkoordinator*in in Teilzeit (70%, 27,58h/Woche), befristet bis zum 30.04.2027


Der TBB führt seit Juni 2025 das – durch die Stiftung Naturschutz Berlin geförderte – Projekt „Zero Waste Voices“ durch.
Das Projekt richtet sich an Berliner*innen mit persönlicher oder familiärer Migrationsgeschichte, deren Perspektiven in der Umweltbewegung und Klimadebatten bislang marginalisiert sind. Im Zentrum des Programms steht die Motivation und Qualifizierung mehrsprachiger Multiplikator*innen, ihr Wissen im Bereich Abfallvermeidung, Wertstoffrecycling und Ressourcenschonung an ihre Sprach-Communities weiterzugeben, um dort ökologische Impulse anzustoßen. Hierfür suchen wir ab dem 15.05.2026 eine Projektkoordinator*in in Teilzeit. Das Projekt hat eine Laufzeit von 23 Monaten, ein Anschlussprojekt ist denkbar.

Anforderungsprofil:  

  • Hochschulabschluss/vergleichbare Qualifikation
  • Berufserfahrung, vorzugsweise in der Vernetzungsarbeit und/oder Erwachsenenbildung
  • Diversitätskompetenz, interkulturelle Kommunikationsfähigkeit 
  • Diskriminierungssensible und machtkritische Arbeitsweise
  • Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit
  • Empathisches, offenes Auftreten und hohe Sozialkompetenz
  • Gute MS-Office Kenntnisse 
  • Moderationskompetenz
  • Organisationstalent und Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten
  • Erfahrung in der Aufbereitung von Inhalten und niedrigschwelliger Vermittlung
  • Interesse an der Arbeit mit heterogenen Erwachsenengruppen
  • Teamfähigkeit

 
 Wir bieten Ihnen:

  • Abwechslungsreiche Tätigkeiten in einem Kernteam von vier Personen
  • Arbeit in einem wertschätzenden, diversen und interdisziplinären Kollegium einer Migrant:innenorganisation
  • Sinnstiftende, eigenverantwortliche Arbeit in einem gesellschaftsrelevanten Bereich
  • Eine Vergütung angelehnt an TV-L E10
  • Individuelle Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  •  

Der TBB führt ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch. Bitte nutzen Sie für Ihre Bewerbung ausschließlich die hier angehängte Vorlage! Bitte kein Foto einsenden!
Ihr ausgefülltes Bewerbungsformular senden Sie bitte bis zum 01.04.2026 bevorzugt per Mail an: bewerbung@tbb-berlin.de  

Betreff: Koordination ZWV

oder per Post an:
Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
 Stichwort: Bewerbung ZWV
 Oranienstr. 53
 10969 Berlin

Aufgrund der Ausrichtung des Projekts freuen wir uns besonders über Bewerbungen People of Color, Muslim:innen, Rom:nja, Sinti:zze, Schwarzen Menschen, Jüdinnen und Juden, Menschen mit Migrationsgeschichte/Fluchterfahrung, queeren Menschen und Menschen mit Behinderung.

Internationaler Frauentag 2026: Frauen*rechte brauchen politische Konsequenzen – nicht Symbolpolitik


Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 fordert der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) entschlossenes politisches Handeln statt jährlicher Bekenntnisse.

Trotz jahrzehntelanger Gleichstellungsdebatten seien Frauen* weiterhin strukturell benachteiligt – auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie im gesellschaftlichen Leben. Sie arbeiteten überproportional häufig in unsicheren und schlecht abgesicherten Beschäftigungsverhältnissen, verdienten für gleiche Arbeit oftmals weniger und hätten geringere Aufstiegschancen. Viele seien unfreiwillig in Teilzeit oder prekären Jobs beschäftigt.

„Die bestehenden Ungleichheiten sind kein Zufall, sondern Ausdruck struktureller Versäumnisse. Wer Gleichstellung ernst meint, muss endlich verbindliche politische Maßnahmen durchsetzen“, erklärt Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Besonders alarmierend sei, dass Gewalt gegen Frauen* weiterhin die häufigste Menschenrechtsverletzung darstelle. Öffentliche Empörung entstehe meist erst dann, wenn Fälle tödlich endeten. „Dieses reaktive Handeln ist nicht ausreichend. Wir brauchen eine konsequente Präventionsstrategie, die Gewalt wirksam verhindert – nicht nur verwaltet“, so Demir.

Darüber hinaus seien Frauen* und nicht-binäre Menschen vielfach nicht ausreichend über bestehende Schutz- und Unterstützungsangebote informiert. Das zeige deutlich, dass Programme und Kampagnen bislang nicht die notwendige Reichweite und Verbindlichkeit hätten.

Der TBB fordert daher:

  • den verbindlichen Ausbau und die langfristige Finanzierung von Beratungs- und Schutzstrukturen,
  • eine umfassende Präventionsstrategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt,
  • konkrete Maßnahmen zur Durchsetzung von Entgeltgleichheit und fairen Arbeitsbedingungen,
  • sowie eine systematische Stärkung von Frauen* und nicht-binären Menschen in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungspositionen.

Abschließend erneuert der TBB seine Forderung, den Internationalen Frauentag in allen Bundesländern zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Dies wäre ein klares und richtungsweisendes Signal für die nachhaltige Stärkung der Frauen*rechte.