Gedenken zum 85. Jahrestag der antisemitischen Novemberpogrome 1938


Heute jähren sich zum 85. Mal die Pogrome von 1938 gegen Jüdinnen und Juden, ihre Einrichtungen, Wohnstäten und Betriebe in ganz Deutschland. Während diese furchtbare Eskalation einen traurigen Höhepunkt in der jüngeren Geschichte darstellte, war sie leider eher Symptom einer Kontinuität als eine Zäsur: Der Antisemitismus hatte und hat in Deutschland eine lange Geschichte, die leider bis heute noch nicht beendet ist.

Die Pogrome von 1938 wurden möglich, indem lange vorhandene Ressentiments und Vorurteile gegen eine als anders gezeichnete Minderheit fortlaufend bedient und befeuert wurden, indem Jüdinnen und Juden als nicht zugehörig behandelt und als ursächlich für unterschiedlichste Probleme verunglimpft wurden. Diese Narrative finden sich implizit oder explizit bis heute in Bezug auf Jüdinnen und Juden, aber auch auf andere Minderheiten wieder und bergen weiterhin die Gefahr gesellschaftlicher Spaltung und Ausgrenzung.

Der TBB gedenkt heute den Opfern von damals und drückt allen von Antisemitismus Betroffenen seine Solidarität aus. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Antisemitismus und anderen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegenzutreten!

ERINNERN heißt NIEMALS VERGESSEN!

ERINNERN heißt NIE WIEDER!

Besuch von Pegah Edalatioan (B90/die Grünen) beim TBB


Am 18.10.2023 freuten wir uns über den Besuch der stellvertretenden Bundesvorsitzenden und vielfaltspolitischen Sprecherin von Bündnis 90/ die Grünen, Pegah Edalatian. In einem fruchtbaren Gespräch tauschte der TBB-Vorstand sich mit ihr zu Themen aus wie der Mobilisierung von migrantischen Communities im politischen Geschehen, dem Umgang mit Rechtsextremismus, der notwendigen AGG-Novelle und den Bedarfen und Potentialen migrantischer Communities aus zivilgesellschaftlicher Sicht. Eine große Schnittmenge stellte der Standpunkt dar, dass die gegenwärtigen Debatten zu Migration und Flucht die Realität und Bedürfnisse der vielfältigen Gesellschaft in Deutschland oft nur ungenügend und überwiegend defizitorientiert abbilden. Rechten Narrativen, die auf eine Spaltung der Gesellschaft zielen, sei durch gemeinsame Anstrengung und positive Beispiele geeinten Handelns in der Gesellschaft zu begegnen.

Besuch von Alfonso Pantisano, Ansprechperson Queers Berlin / “Queer-Beauftragter” der Landesregierung Berlin, beim TBB

Lanca (Administrative Leitung des TBB), Ezgi Özcan (Antidiskriminierungsberaterin bei FMFW), Alfonso Pantisano, Erdem Zayimoğlu (Projektleitung, Meine Familie – QiM), Zülfukar Çetin (Vorstandsprecher, TBB)

Wir haben uns über den heutigen Besuch von Alfonso Pantisano, Ansprechperson Queers Berlin / “Queer-Beauftragter” der Landesregierung Berlin, gefreut. Themen des konstruktiven Austausches war das Projekt “Meine Familie – Queers in der Migrationsgesellschaft” und die allgemeine queer-politische Lage in Berlin.

Besuch von Katharina Senge, Integrationspolitische Sprecherin von der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin, beim TBB


Wir haben uns über den heutigen Besuch von Katharina Senge (Integrationspolitische Sprecherin von der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin) gefreut. In einem konstruktiven Gespräch wurden über partizipationspolitische Themen ausgetauscht.

Zudem wurden die TBB-Projekte vorgestellt.

Besuch von Dr. Turgut Altuğ, Sprecher für Naturschutz, Umwelt- und Naturbildung, Ernährung und Landwirtschaft von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin, beim TBB


Wir haben uns über den heutigen Besuch von Dr. Turgut Altuğ, Sprecher für Naturschutz, Umwelt- und Naturbildung, Ernährung und Landwirtschaft von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin, gefreut. Themen des konstruktiven Austausches waren Projekte zu Umwelt- und Naturbildung für die Zielgruppe migrantische Communities und allgemeine politische Lage in Berlin.

No Backdrop for Nazis! / BERLIN – Keine Kulisse für Nazis!


Der TBB freut sich bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne “Berlin – Keine Kulisse für Nazis/No Backdrop for Nazis mitzuwirken.

Diese Kampagne ist von großer Bedeutung, denn wir dürfen es nicht zulassen, dass repräsentative Orte Berlins von Rassisten, Antisemiten, Rechtsextremen instrumentalisiert werden.


02.09.2023 -Pressemitteilung: Breit unterstützte Kampagne startet mit Kundgebung und Fotowand im Regierungsviertel

Pressemitteilung:

„BERLIN – Keine Kulisse für Nazis!“: Breit unterstützte Kampagne startet mit Kundgebung und Fotowand im Regierungsviertel

Berlin, 02.09.2023. Auf dem Pariser Platz startet heute um 15:00 Uhr die mehrsprachige Kampagne unter dem Motto „BERLIN – No Backdrop for Nazis/Keine Kulisse für Nazis!“ mit einer Kundgebung des Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin. Die Kampagne soll zukünftig deutliche Zeichen für ein vielfältiges Berlin setzen und damit der Normalisierung von rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Versammlungen im Regierungsviertel entgegenwirken. Denn im Rahmen dieser Versammlungen wird das repräsentative Zentrum Berlins seit Jahren als Kulisse missbraucht.

Die Auftaktaktion der „No Backdrop“-Kampagne bietet den teilnehmenden Organisationen sowie Passant_innen und Tourist_innen die Möglichkeit, sich spontan und kreativ vor einer großen Fotowand mit dem international bekanntesten Symbol für Berlin, dem Brandenburger Tor, zu positionieren. So werden sie ihren Follower_innen auf Social Media unter den Hashtags #NoBackdrop und #KeineKulisse zeigen, dass Versammlungen von Rechtsextremen und Verschwörungsideologien auf selbstbewussten Protest stoßen. Gegebener Anlass ist eine in unmittelbarer Nähe stattfindende Kundgebung aus dem Reichsbürgerspektrum.

Die Auftaktaktion der „No Backdrop“-Kampagne bietet den teilnehmenden Organisationen sowie Passant_innen und Tourist_innen die Möglichkeit, sich spontan und kreativ vor einer großen Fotowand mit dem international bekanntesten Symbol für Berlin, dem Brandenburger Tor, zu positionieren. So werden sie ihren Follower_innen auf Social Media unter den Hashtags #NoBackdrop und #KeineKulisse zeigen, dass Versammlungen von Rechtsextremen und Verschwörungsideologien auf selbstbewussten Protest stoßen. Gegebener Anlass ist eine in unmittelbarer Nähe stattfindende Kundgebung aus dem Reichsbürgerspektrum.



Während der Kundgebung des Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin sprechen Vertreter_innen des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg, des Türkischen Bund Berlin-Brandenburg (TBB), des DGB Berlin-Brandenburg und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Die Redner_innen machen auf dem Pariser Platz gemeinsam deutlich, dass die Mehrheit der Stadtgesellschaft sich für ein vielfältiges, glitzerndes und offenes Berlin einsetzt, das nicht als Kulisse für Inszenierungen von Rechtsextremen, Verschwörungsgläubigen und Reichsbürger_innen taugt.

Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB, betont:

„Insbesondere in einer Stadt wie Berlin, die von Vielfalt geprägt ist, müssen Orte wie der Reichstag und das Brandenburger Tor Symbole für Vielfalt und Weltoffenheit sein. Hier muss ein klares Zeichen gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck und Rassismus gesetzt werden.“

Daniel Wucherpfennig, DGB-Regionsgeschäftsführer Berlin-Brandenburg, fügt hinzu:

„Die Normalisierung rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer und verschwörungsideologischer Versammlungen im Regierungsviertel ist inakzeptabel und gefährlich für die Demokratie. Ein entschlossenes Handeln dagegen ist dringend erforderlich.“

Dr. Bruno Osuch, verantwortlich für politische Kommunikation beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, macht deutlich:

„Berlin ist eine bunte Stadt, in der Menschen so leben können wie sie sind – selbstbestimmt, selbstbewusst, als fester Teil der Stadtgesellschaft. Wir lieben die Stadt für ihre Vielfalt und stehen für sie ein. Immer und überall.“

EKBO-Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein ergänzt:

„Meine unverlierbare Würde als Mensch gibt mir nicht – nie! – das Recht, andere gering zu schätzen. Hass und Ausgrenzung kann niemals ein Weg sein, Würde zu bewahren – weder die anderer noch meine eigene!“

Bianca Klose, Geschäftsführerin des Vereins für demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V., hebt hervor:

„Im Regierungsviertel gibt es aus zahlreichen Gründen viel zu selten Positionierungen gegenüber rechtsextremen Versammlungen. Das Netzwerk von BERLIN GEGEN NAZIS setzt mit der ,No Backdrop’-Kampagne einen neuen Impuls für niedrigschwellige Mitmachangebote. Wer also an diesem symbolisch aufgeladenen Ort eindeutig Haltung zeigen will, kann dies in Zukunft kreativ tun.“

Die Mitmachaktion an der Fotowand wird erst der Auftakt für Aktionen im Regierungsviertel sein. Die Kampagne „BERLIN – No Backdrop for Nazis / Keine Kulisse für Nazis!“ will Berliner_innen und Tourist_innen ab sofort immer wieder Gelegenheiten zur Positionierung gegenüber rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Inszenierungen im Regierungsviertel bieten.

Der Impuls für die neue Kampagne kam aus dem Partner_innennetzwerk der Mobilisierungsplattform BERLIN GEGEN NAZIS, einem Projekt des Vereins für demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V. Die deutschlandweit einmalige Mobilisierungplattform unterstützt die demokratisch engagierte Zivilgesellschaft der Stadt seit 2014 mit Informationen zu rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Versammlungen und steht gemeinsam mit über 80 Organisationen im Partner_innennetzwerk an der Seite aller, die in einem Berlin leben wollen, das den Mund aufmacht und Haltung einnimmt, wenn Neonazis, Rassist_innen oder Antisemit_innen versuchen, den Stadtraum mit ihren menschenverachtenden Ideologien zu besetzen.

Zur vollständigen Pressemitteilung.

No Backdrop for Nazis! / BERLIN – Keine Kulisse für Nazis! Kampagnenflyer englisch/deutsch.

Übersetzungen des Kampagnenflyers in 15 weitere Sprachen.

Fotos und Videos auf Instagram.

Besuch von Aldona Niemczyk, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung von der CDU im Abgeordnetenhaus Berlin, beim TBB


Wir haben uns über den heutigen Besuch von Aldona Niemczyk, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung von der CDU im Abgeordnetenhaus Berlin, gefreut. Nachdem wir den TBB und unsere Projekte vorgestellt haben, hat ein konstruktiver Austausch zur allgemeinen politischen Situation in Berlin sowie zur Situation von Frauen im Kontext Obdachlosigkeit und Gesundheitsversorgung stattgefunden.

Besuch von Ferat Koçak, Sprecher für Klimapolitik und Fluchtpolitik von der Linke im Abgeordnetenhaus Berlin, beim TBB


Über den heutigen Besuch von Ferat Koçak (Sprecher für Klimapolitik und Fluchtpolitik von der Linke im Abgeordnetenhaus Berlin) haben wir uns gefreut. In einem konstruktiven Gespräch wurde über den immer stärker werdenden Rechtsruck und zu Umwelt- und Klimabildung ausgetauscht. Zudem haben wir die landesfinanzierten Projekte KliK – Klimabotschafter*innen im Kiez und JUbiK- Jugendbotschafter*innen für Umweltbildung und Klimaschutz vorgestellt.

Rassistischer Pogrom vor 31 Jahren in Rostock Lichtenhagen…


Zwischen dem 22. und 26. August 1992 begingen Rechtsextremisten und Rassisten in Rostock-Lichtenhagen das schwerste rassistische Pogrom in Deutschland seit 1945. An den Angriffen beteiligten sich hunderte gewaltbereite Rechtsextremisten, die von Tausenden applaudiert wurden. Über Tage hinweg belagerten sie Asylsuchende und überwiegend vietnamesische Vertragsarbeiter*innen in deren Unterkunft im “Sonnenblumenhaus” und der zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen. Sie warfen Steine und Brandsätze, gefährdeten Menschenleben und versuchten gezielt durch Hass und Gewalt marginalisierte Mitmenschen einzuschüchtern. Die Polizei zeigte sich überfordert und teils passiv und zog sich zurück, als das Wohnheim mit über 100 Menschen in Brand gesteckt wurde. Sie waren damit schutzlos sich selbst überlassen…

Heute solidarisieren wir uns mit den Angegriffenen von damals, mit allen von Rassismus betroffenen und mit all jenen, die Rassismus, Gewalt, Hass und Rechtspopulismus entgegentreten.

Couragierten und engagierten Menschen bleibt Rostock-Lichtenhagen eine Mahnung für Demokratie, für den Schutz von Marginalisierten und gegen Rassismus und Rechtsextremismus aktiv zu werden. Auch der TBB bleibt dieser Aufgabe verschrieben…

Besuch von Sevim Aydın, Sprecherin für Wohnen und Mieten sowie Berufsschulen von der SPD im Abgeordnetenhaus Berlin, beim TBB


Wir haben uns über den heutigen Besuch von Sevim Aydın (Sprecherin für Wohnen und Mieten sowie Berufsschulen von der SPD im Abgeordnetenhaus Berlin) gefreut. Themen des konstruktiven Gespräches waren u.a. die Mieten- und Wohnungspolitik Berlins, der stärker werdende Rechtsruck und Sicherheitspolitik Berlins.